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Dieſer Brief erfuͤllte Dina mit hoher Freude, und ſchmerzte ſie zugleich tief, ſie klagte ſich an als die Urſache von Aymars Leiden, und von der ſchlechten Behandlung, die er aus Liebe zu ihr erdulden mußte. Sie konnte den alten Rochegude, den Vater ihres Ver⸗ lobten nicht begreifen; fuͤr ſie, die ſelbſt ſo ſanft und gut war, die das Schlechte nicht kannte, erſchien er als ein Ungeheuer, ſie konnte nicht glauben daß in der Bruſt eines Menſchen ſo graͤßliche Barbarei wohnen koͤnne. Das ſchuldloſe Kind, in ihrem gluͤcklichen Wahn, wußte nicht daß die Geſellſchaft alles verkehrt, daß der Fanatismus des Eigenthums und der Religion die Gemuͤther verhaͤrtet, und zum Blutdurſt reizt, und daß der Menſch, gut im natuͤrlichen Zuſtande, im cioiliſirten zum Soldaten, zum Eigenthuͤmer, Prieſter und Henker wird; ſie wußte nicht daß, waͤh— rend ihrer zarten Jugend, ihr Großvater zu Paris verbrannt ward, und daß ihr eigener Vater, der Zauberei angeklagt, dieſe blutge⸗ traͤnkte Stadt geflohen hatte, um dem Tode zu entgehen.
Sechs Wochen waren verſtrichen, und Ro⸗
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