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Aymar de Rochegude an Dina. „Meine ſchoͤne Braut, ſey nicht unwillig wenn ich dich wie ein Kind behandle, denn ich liebe dich wie ein Kind! Wie ſchmerzlich faͤllt mir dieſe Entfernung! Ol waͤrſt du bei
mir, wie wuͤrde ſich dieſe große Natur bele⸗
ben die mich umgibt, und die mir jetzt todt und ſchaal erſcheint; ich wuͤrde ſie lieben und ſie beſſer verſtehen, wenn dein Blick meine Seele
dffnete die jetzt verſchloſſen iſt, wenn deine
Stimme mein Herz erwaͤrmte, deine Hand in der meinen ruhte, und der Wind dieſer Berge in deinen Locken ſpielte, und mit ihren ſuͤßen Wohlgeruͤchen mich berauſchte! Freudig durch⸗ ſtreiften wir mein ſchoͤnes Vaterland, wir
klimmten hinauf zu den Gipfeln der Berge,
und ſchauten die Wolken zu unſern Fuͤßen zie⸗ hen, und begruͤßten die Unendlichkeit und uns umſchauerte der Geiſt des Gottes Iſraels der in der Hoͤhe wohnt: O wie ſchoͤn waͤre alles dieß!— „Ein Bergbewohner von Monestier hat mir erſt kuͤrzlich einen jungen Adler verkauft den ich aufziehe, und du wirſt mir nicht boͤſe ſeyn, daß ich, um deinen lieben Namen recht 6


