118— Wiederſehen, moͤge Gott Euch geſund erhalten Lan Koͤrper und Geiſt.
— Lebt wohl, Signor Aymar, lebt wohl!
— Lebt wohl! und Ihr, Meiſter Bonaven⸗ stura, wartet einen Augenblick, wir gehen zu⸗ ſammen.
— O warum muͤßt Ihr uns verlaſſen, Ay⸗ mar? Bleibt! bleibt nur noch einige Tage.
— Weine nicht, Dina, ich werde bald wie⸗ der kommen um dich nie mehr zu verlaſſen.
— Bleibe, bleibe bei mir! ich habe un⸗ gluͤckſagende Ahnungen.
— Thorheit! liebes Kind.
— Nein! ich fuͤhle etwas nahen das mich ſchmerzt, das mich erdruͤckt. O der Himmel luͤgt nicht in dieſem Punkte!
— Trſte dich, geliebte Tochter, nahm Ju⸗ das das Wort, was iſt es weiter als einige
Tage des Harrens? Denke an unſern Vater
Jakob, der bei Laban, ſeinem Onkel, ſieben
Jahre auf Rahel wartete, und der, als er ſie nach ſieben Jahren ungerechter Weiſe noch nicht bekam, noch ſieben weitere Jahre war⸗ tete, und ſie erſt nach vierzehn Jahren des Sehnens, der Verſprechungen und der Muͤhen,


