117 ſchrieben hatten, kuͤßte Bonaventura, wie es
gebraͤuchlich war, Dina auf beide Wangen, die ihm eine der Schuͤſſeln darbot, aus wel⸗
cher er mit hohler Hand eine Menge Zucker⸗
koͤrner nahm. Dina und Aymar umarmten zuerſt Judas und Lea die vor Freude weinten, und alsdann alle ihre Verwandten, worauf Judith das Confect in der ganzen Verſamm⸗ lung herumreichte, von der jedes ohne Cere⸗
monie mit vollen Haͤnden nahm, wie es der
damalige Gebrauch mit ſich brachte.
Als die Feierlichkeit beendigt und die Gluͤck⸗ wuͤnſche und Verſicherungen ewiger Freund⸗ ſchaft und Liebe voruͤber waren, erhoben ſich die guten Alten um ſich zuruͤckzuziehen, wei es ſchon ſpaͤt war.
— Lebt wohl, liebe Freunde, ſagte Roche⸗
gude, lebt wohl, ich reiſe morgen nach Mon⸗
telimart, wohin mich der tyranniſche Willen meines Vaters ruft; ich werde ihm zu Fuͤßen fallen und verſuchen, ob meine Bitten ihn zu beſaͤnftigen vermoͤgen; ich hoffe ſeine Einſtim⸗ mung zu erhalten und vielleicht bald mit ihm
zuruͤckzukehren, um unſer Hochzeitfeſt ſo zu feiern wie es ſich geziemt.] Auf baldiges
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