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wahr, ſie iſt ſchoͤn, die Ketzerin, Ihr habt nicht gelogen, Rochegude!
— Mein Vater, rief Dina voller Freuden, hier iſt Aymar und der Notar!— Sie ka⸗ men nun durch einen Gang in einen geraͤu⸗ migen Saal, der durch einen großen Armleuch⸗ ter erhellt war, der auf einem goldenen Ge⸗ ſimſe ſtand. Die Waͤnde waren mit Tapeten von vergoldetem Schafleder behangen, das wie der Ruͤcken eines Buches in Felder und Li⸗ nien getheilt war. Im Hintergrunde des Zimmers ſtand in einer weiten Niſche ein ſehr ſchoͤner Tiſch mit Elfenbein und Perle⸗ mutter eingelegt, mit einer Tafel von ſchwei⸗ zer Kirſchbaumholz, umſchelfoͤrmig ausgehoͤlt wie ein Weihbecken, und trug eine Urne aus der ſich Waſſer ergoß; rechts und links davon befand ſich eine großſe zinnerne Kanne, denen aͤhnlich die noch heut zu Tage die Maͤgde ge⸗ brauchen, wenn ſie an oͤffentl ichen Brunnen Waſſer holen.
Auf einem Geſimſe ſtand ein glaͤſernes Ge⸗ raͤthe, deſſen Strahlen hoͤlzerne Kaͤſtchen hiel⸗ ten, die mit den koſtbaren Edelſteinen ange⸗ fuͤllt waren, mit welchen Judas handelte, der,


