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von Brocatell bekleidet, und, nach ihrer Ge⸗ wohnheit, mit Edelſteinen und Geſchmeide uͤberdeckt. Ihr blendend weißes Geſicht leuch⸗
tete in der Dunkelheit, man haͤtte ſie fuͤr den
Engel der Verkuͤndigung halten koͤnnen. Ihre kleine Hand trug einen eiſernen Leuchter in
durchbrochener Arbeit, ſpiralfoͤrmig gewunden,
wie eine Schlange an einem Hermesſtabe.
Als Chaſtelart das ſchoͤne Weib erblickte,
trat er betroffen, mit weit gedffneten Augen, einige Schritte zuruͤck, ſo groß iſt die Macht
der Schoͤnheit! Aymar ging auf ſie zu, er⸗
griff ihre Hand und kuͤßte ihre Stirne.
— Ihr kommt ſpaͤt, Aymar, ſagte ſie mit
ſanftem, etwas klagendem Tone.
— Es iſt wahr, ich ward gegen meinen Willen zuruͤckgehalten; aber ſeyd mir nicht boͤſe, ich bitte Euch, ich wollte nicht kommen ohne den Notar mitzubringen.
Bei dieſen Worten erhob Chaſtelart ſeine
Papierrolle und machte einen tiefen Buͤckling
bis zu Dinas Fuͤßen, worauf ſie eine kleine, ſteinerne Treppe hinaufſtiegen. Waͤhrend des Hinaufgehens zupfte Bonaventura Aymar bei'm Mantel, und ſagte ihm leiſe in's Ohr: Fuͤr⸗


