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lochert war, und daß ſie ihre Armuth mit ihren Haͤnden hatte zu verbergen geſucht. Laͤngere Zeit wiederholte ich dieſe Beſuche, bis ich endlich, geruͤhrt durch die ſanfte Schwermuth ihres Weſens, durch ihre ſeltene Schoͤnheit zu jugendlicher Leidenſchaft ent⸗ flammt, ihr meine gluͤhende Liebe geſtand. Sie erwiederte mir daß ſie mich zu hoch ſchaͤtze, um zu glauben ich wolle aus ihrer Armuth Vortheil ziehen, und daß ſie voll— kommen von der Reinheit meiner Gefuͤhle uͤberzeugt ſey, ſie ſey aber entſchloſſen der Welt, in der ſie ſo viel erduldet, Lebewohl zu
ſagen, und habe ſich deßhalb bereits mit der
Bitte an die Priorinn des Kloſters vom hei⸗ ligen Thomas gewendet, ſie als Novizin auf⸗ zunehmen. Welche Muͤhe hatte ich ſie von dieſem Vorſatze abzubringen; ich ſtellte ihr vor daß ſie, nach ſo vielfachen Leiden die ihre Geſundheit untergraben haͤtten, gewiß ein Opfer dieſer neuen, ſtrengen Lebensart werden muͤßte. Endlich ergab ſie ſich meinen Bitten.
Ich taͤuſche mich zu wenig uͤber mich ſelbſt, um zu glauben, daß dieſes gute Maͤdchen eine
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