Tode benachrichtigte, uͤberwaͤltigte mich die Ruͤhrung, ich gieng hinab um ſie zu troͤſten, und ihr meine Dienſte in dieſem furchtbaren Augenblicke anzubieten. Ich beſorgte das Lei⸗ cheunbegaͤngniß ihrer Mutter. Zum erſten Male ſprach ich mit Apolline, und hier war es wo ich ihr mein Herz auf ewig ſchenkte; als ich eintrat in dieſes Gemach, entbloͤst von dem Nothwendigſten, als ſie meine Haͤnde mit Kuͤſſen bedeckte und mit Thraͤnenerſtickter Stimme mir dankte; ich war außer mir, ich weiß nicht mehr was ich that, ich erinnere mich an nichts mehr, ich zerfloß in Thraͤnen. Sie, verwirrt, auf ihren Knieen liegend und auf den Leichnam ihrer Mutter hingeworfen, rief ſie tauſendmal bei ihrem Namen.
Dieſe Stunde wog zehn Jahre meines Le⸗ bens auf!. Und aus ſo großem Mitleid iſt ſo große Liebe geworden.
Einige Tage darauf beſuchte ich ſie wie⸗ der, und bemerkte während des ganzen Ge⸗ ſpraͤchs eine gewiſſe Verlegenheit an ihr; ſie plieb ſitzen, die Haͤnde beſtaͤndig auf ihren Schooß gelegt: als ſie aufſtand um mich zu begleiten, ſah ich, daß ihr Kleid vorn durch⸗


