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ſtehe Ihnen, daß mit Ihnen——— Ich verſtehe Sie, gnädiger Herr, ich werde mehr Ehre davon haben, als Sie, deshalb beſtehe ich darauf.— Ich ſehe wohl, daß ich mich fügen muß. Wo? Wie? Zu welcher Zeit.— Ew. Excel⸗ lenz wird das Alles abmachen.— Sie ſehen ſo aus, als ob Sie mit dem Degen nicht gut umzugehn wüßten. Der Degen iſt die Stärke von uns Polen. Auch muß ich Ih⸗ nen ſagen, daß ich ausgezeichnet ſchieße.— Gleichviel! zu⸗ weilen legt ſich der Zufall ins Mittel.— Ich wette, daß Sie keine Piſtolen haben.— Ich habe nie welche gehabt oder angerührt.— Gut, ſo werde ich die meinigen mit⸗ bringen. Um neun Uhr früh.
Caſanova ſtellt ſich und ſieht den erſten General der Krone in einem mit ſechs Pferden beſpannten Wagen mit ſeinen Adjutanten, Pagen, Läufern und Ulanen ankommen. Er ſteigt langſam aus.— Bleiben Sie bei Ihrem letzten Worte?— Ja, gnädiger Herr.— So werde ich dieſe Pi⸗ ſtolen in Ihrer Gegenwart ſelbſt laden. Sie ſind von dem guten Fabrikanten Kuchelreuter.— Ich werde ſie an Ihrem Kopfe probiren, antwortet Caſanova.
Anſtatt in den Kopf ſchießt er ihn in den Bauch. Branicki wirft ihm im Niederſinken tauſend Dukaten zu und ſagt: Retten Sie ſich, der König, der mich ſehr liebt, wird Ihnen ſehr böſe werden. Ich glaube, ich werde ſter⸗ ben. Seine Adjutanten oder Ulanen wollen Caſanova nie⸗ derſäbeln. Branicki hat noch die Kraft, ihnen zuzurufen: Haltet ein! Welche Niederträchtigkeit! Man trägt ihn ohn⸗ mächtig weg.
Caſanova, dem Branicki's gleichzeitig losgegangener Schuß die Fauſt durchbohrt hatte, ſteckt dieſelbe unter ſeine Weſte, um nicht den Polen eine Freude zu machen, kehrt ruhig nach Warſchau zurüͤck, und ſpeiſt beim Fürſten Czar⸗ toriski, der noch nicht wußte, was vorgefallen war.
Ein Page des Königs ſagte es ihm ins Ohr und er nähert ſich nun Caſanova, um ihm zu ſagen, er möchte ab⸗ reiſen. Der gute Stanislaus Auguſt ſchickt ihm Geld, und auf die Gefahr hin, verhaftet zu werden, bleibt Caſanova bis zur Abnahme des erſten Verbandes in Warſchau. Es


