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iſt entſchieden, daß der Schuß nicht tödtlich iſt. Vor die⸗ ſer Entſcheidung eilt ein zu warmer Freund Branicki's auf die Nachricht hin, derſelbe ſei von einem Italiäner erſchoſſen worden, zu Tomatis, verwundet ihn im Geſicht und bittet ihn um Entſchuldigung, als er erfährt, daß derſelbe nicht der Richtige ſei.
Ich entſinne mich nicht mehr, wo Caſanova ſodann den fahrenden Ritter oder ewigen Juden ſpielte, denn er hatte mit beiden Aehnlichkeit. Alle Thore der Städte, alle Cir⸗ kel und Schlöſſer waren ihm beinahe verſchloſſen, aber ich weiß wohl, daß er nach Wien kam, ehe ſein Bruder ſich hier niedergelaſſen. Der Kaiſer, der nie etwas vergaß, und alles Perſönliche wußte, ſagte zu Caſanova: Sie ſind der Freund Herrn Zaguri's geweſen, eines adligen Venetianers? Ich gebe' nicht viel auf ſeinen Adel; ich ſchätze die⸗ jenigen nicht, die ihn kaufen.— Und diejenigen, die ihn verkaufen, Sire?— Joſeph brach die Unterhaltung ab und entfernte ſich ziemlich unzufrieden mit dieſer Antwort.
Ich glaube, damals begab ſich Caſanova zum letzten⸗ male nach Paris. Mein Neffe Waldſtein fand hier beim venetianiſchen Geſandten, wo ſie zuſammen ſpeiſten, Gefal⸗ len an ihm. Da er ſo that, als ob er an Magie glaube, und ſich damit abgebe, ſo nannte er die Clavicula von Salo⸗ mon Agrippa, und Alles, was auf dieſe Sache Bezug hat, fiel ihm bei. Wem ſagen Sie das? fällt Caſanova ein. Oh che bella cosa cospetto! Ich kenne das Alles.— Dann kommen Sie mit mir nach Böhmen, ſagt Waldſtein; ich reiſe morgen. 4
Caſanova, der mit ſeinem Gelde, ſo wie mit ſeinen Reiſen und Abenteuern zu Ende war, willigt ein, und ſo wird er der Bibliothekar eines Abkömmlings des großen Wald⸗ ſtein. In dieſer Eigenſchaft hat er die zwölf letzten Jahre ſeines Lebens im Schloſſe Dur bei Toeplitz verlebt, wo er mich noch ſechs Sommer durch ſeine Phantaſtie, die noch ſo leb⸗ haft wie im zwanzigſten IAhre war, durch ſeinen Enthu⸗ ſiasmus für mich und durch nützliche und angenehme Kennt⸗ niſſe glücklich machte.
Man glaube indeß nicht, daß in dieſem Hafen der Ruhe,
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