Teil eines Werkes 
18. Bd. (1851)
Entstehung
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rückkamen, gaben Sie die Richtigkeit der Thatſache zu, ta⸗ delten aber die Verfügung des Burggrafen. Wäre Ihnen ſo etwas begegnet, ſo würde dieſer hochgeſtellte Beamte die Sache gewiß anders gefaßt haben; er würde den Zollbeam⸗ ten Recht gegeben haben, das verſteht ſich von ſelbſt, denn wie kann man wohl dem, was Sie ſagen, Glauben ſchen⸗ ken! Uebrigens haben Sie kein vortheilhaftes Ausſehn und Sie erſcheinen als das, was Sie ſind, als ein wahrer Bauerlümmel. Wenn Sie wüßten, wie lächerlich Sie ausſehn, wenn Sie ſich das Anſehn geben, als ob Sie von den Wiſſen⸗ ſchaften etwas verſtänden! Welches Mitleiden flößten Sie mir neulich bei Tiſche ein, als Sie mit anmaßendem Tone äußerten, es werde mir allerdings eines ſchönen Tages ge⸗ lingen, die Multiplikation des Cubus auf mathematiſchem Wege zu beweiſen, aber auf geometriſchem werde ich nie dazu gelangen! Sie unwiſſender Papagei wiederholten nur, was irgend ein ungläubiger Geometer, aber in beſſern Aus⸗ drücken in Ihrer Gegenwart geſagt. Als Sie ſpäter in Karlsbad erfuhren, daß meine Erfindung den Beifall meh⸗ rerer Akademien erhalten, und daß mir der Kurfürſt von Sachſen ein werthvolles Kleinod geſchenkt, da ſperrten Sie den Mund auf, zum Zeichen Ihres Blödſinns.

Siebenter Brief.

Mein lieber Herr Unter⸗Lieutenant! Hätten Sie die ge⸗ ringſte Kenntniß des menſchlichen Herzens, könnten Sie ſich namentlich vorſtellen, was Ehrgefühl iſt, ſo würden Sie wegen der zehn Gulden, die ich, wie ich nochmals behaupte, auf den Tiſch des Grafen gelegt, nie den geringſten Zwei⸗ fel erhoben haben. Dieſer Lump von Viderol friſirte ihn gerade in dieſem Augenblicke, und als der Graf das Geld anfaßte, waren ſtatt zehn Gulden nur noch neun da. Wer anders als Ihr theurer Freund konnte wohl dieſen Dieb⸗ ſtahl begehn? Wer anders als er würde dumm genug ſein, zu glauben, ein ſolcher Diebſtahl könne verborgen bleiben?