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Vierter Brief.
Wann werden Sie denn aufhören, mich zu verfolgen, Herr Unterlieutenant?— Im Schloſſe von Durx iſt eine Kapelle, in welcher nur der Graf und ſeine Freunde das Recht, die Meſſe zu hören, haben; als ſolcher habe ich mei⸗ nen beſtimmten Platz in ſeiner Nähe. Da der Graf ſeinen
Ofſizianten Plätze in der Kirche eingeräumt hat, ſo hat er
auch Ihnen einen ſolchen geſtattet; aber er hat Viderol ver⸗ boten, die Kirche zu betreten. Trotz dieſes Verbots iſt der Unverſchämte mit ſeiner Karoline erſchienen, welche ſich für eine Lutheranerin hält. Beim Anblick dieſes Paars habe ich ſogleich die Kirche verlaſſen und erfahren, daß Viderol bis zu Ende ausgehalten und ſo gethan, als ob er dem Gottesdienſte folge, obwohl der Einfaltspinſel nicht einmal die Buchſtaben kennt. Bei Tiſche hat Viderol es ſich ein⸗ fallen laſſen, über meine eilige Flucht zu lachen. Dieſe Unſchicklichkeit haben Sie ihm ſoufflirt; Sie hätten ge⸗ wünſcht, daß ich ihm meinen Teller ins Geſicht würfe, da⸗ mit auch er mir den ſeinigen an den Kopf werfen könne. Sie ſind nun wüthend über meine allerdings exemplariſche Mäßigung und ſinnen über eine neue Scheußlichkeit nach; ich bin davon unterrichtet.
Fünfter Brief.
Sie Intendant des Grafen von Waldſtein haben ſich eine neue Beleidigung geſtattet, welche Sie einem Rekruten nicht anzuthun gewagt haben würden, als Sie noch Kor⸗ poral im Regiment Waldeck waren. Sie wußten, daß die⸗ ſer Viderol unter den aus der Bibliothek geſtohlenen Bü⸗ chern auch einen Band meiner Werke mitgenommen hatte. Er riß mein Portrait aus, fügte zu meinem darunter befind⸗ lichen Namen ein grobes Schimpfwort hinzu, bedeckte das Bild mit Schmutz, und klebte es an die Mauer der Haupt⸗ ſtraße von Duxr, an einen für Jedermann ſichtbaren Ort;


