Teil eines Werkes 
18. Bd. (1851)
Entstehung
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Regierung die Sache und vor Ablauf von acht Tagen wird ſie für Niemand mehr ein Geheimniß ſein. Dann werde ich meinen Bericht erſtatten und habe meine Pflicht erfüllt.

Könnte ich aber nicht meinen Becicht dem Gerichtshof direkt zuſchicken?

Thun Sie das ja nicht; zunachſt würde man Ihnen nicht glauben und ſodann irden Sie mir ſchaden; end⸗ lich mürde Shaen auch? eerichtshof keinen Pfennig ge⸗ ben: höchſtens würde er phnen den Empfang beſcheinigen. Sie ſind der Sache ſicher, nicht vahr? Sie können alſo nichts Beſſeres thun, als daß Sie Ihren Bericht durch Vermittlung des Konſuls an den Gerichtshof gelangen laſ⸗ ſen, das heißt, Sie ſtellen einen Wechſel auf Sicht aus und ſichern ſich für immer die Achtung unſrer Regierung. Aber ſehen Sie ſich wohl vor, denn wenn Ihr Rath chimäriſch iſt, ſind Sie verloren: Sie verleiten den ſchrecklichen Ge⸗ richtshof zu einem falſchen Schritt, der Ihnen theuer zu ſtehn kommen wird.

Ich folgte dem Rathe meines klugen Freundes, ſchrieb das Billet, welches er verlangte und adreſſirte es an Se. Excellenz den Grafen Antonio Felipo Bu... i, Präſidenten des Rathes und Verwandten des Gouverneurs, unter deſ⸗ ſen Verwaltung ich den Bleidächern entflohen war.

Am folgenden Tage vernahm Herr von Wagensberg zu ſeiner Freude, daß am vorigen Tage Alles abgemacht worden. Er wiederholte mir, daß der venetianiſche Kon⸗ ſul vor dem folgenden Sonnabend keine offizielle Anzeige erhalten werde. Während der fünf Tage, die bis zu die⸗ ſem Sonnabend verfloſſen, war ich von der tödtlichen Un⸗ ruhe des guten Monti aufs Höchſte gerührt. Aus Zart⸗ gefuhl ſprach er nicht von der Sache, und ich ſeufzte, daß ich ihn nicht meinetwegen beruhigen konnte.

Scobhbald die neue Maaßregel verfügt war, äußerte der Rath Rizzi gegen mich, er betrachte ſie als einen ſchreck⸗ lichen Streich gegen die Intereſſen der Nepublik; er konnte ſeine Freude nicht bemeiſtern und verließ mich mit der Ueberzeugung, daß binnen Kurzem der Handel von Vene⸗