Teil eines Werkes 
18. Bd. (1851)
Entstehung
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Dienſt, den er mir leiſtete; ich verſprach ihm, mich ſogleich ans Werk zu machen und meinen Bericht den Inquiſito⸗ ren zuzuſchicken ſobald ich ihn beendet haben würde. Ich ſpeiſte an dieſem Tage nicht zu Mittag, ein außerordent⸗ licher Umſtand; in fünf Stunden war Alles fertig, Bericht, Reinſchrift und Abſchrift. Ich brachte die Abſchrift dem Gouverneuer, der meine Schnelligkeit ſehr lobte; er fand an meiner Arbeit nichts zu tadeln und ich lechs ſie ſodann dem Konſul vor. Marco Monti wurde förmlich betrübt dar⸗ über und fragte mich, ob ich auch ſicher ſei, bei Sinnen zu ſein. Es ſchien ihm unmöglich, daß ohne ſein Wiſſen eine ſo wichtige Frage verhandelt werde und daß ich allein in Trieſt Kenntniß davon habe. Ich wiederholte ihm münd⸗ lich, was ich ſchon ſchriftlich am Ende meines Berichts er⸗ wähnt, nämlich, daß ich mit meinem Kopfe für die Rich⸗ tigkeit der Thatſachen einſtehe, ihn aber zugleich bitte, mich nicht zu fragen, wie ich dieſelbe erfahren. Er bedachte ſich einige Augenblicke und ſagte endlich, er könne dieſen Be⸗ richt nicht direkt den Inquiſitoren zuſchicken, werde ihn aber den fünf Sachverſtändigen von Venedig, deren Mandatar er wäre, zukommen laſſen. 1

Es iſt unumgänglich, ſagte ich ſogleich, daß die In⸗ quiſitoren direkt durch mich die Vollſtreckung einer Maaß⸗ regel erfahren, welche ſie zu Grunde zu richten droht; Sie begreifen den Grund meiner Beharrlichkeit und wie viel mir daran gelegen ſein muß, denſelben einen Dienſt zu er⸗ weiſen.

Dann ſchicken Sie mir gefälligſt Ihren Bericht cou⸗ vertirt und verſiegelt, und fügen Sie ein Billet an meine Adreſſe bei, in welchem Sie mich auffordern, jenen dem Gerichtshofe direkt zuzuſchicken.

Warum, mein lieber Monti, wollen Sie, daß ich Ih⸗ nen ein ſolches Mißtrauen bezeige?

Weil ich mich nicht zum Bürgen der Authenticität der Thatſache machen will, ich will durchaus von dieſer Ange⸗ legenheit nicht eher etwas wiſſen, als bis ich durch die Oef⸗ fentlichkeit davon in Kenntniß geſetzt werde. Wenn Sie Recht haben, wie ich jetzt nicht mehr bezweifle, erfährt die

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