Teil eines Werkes 
18. Bd. (1851)
Entstehung
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Du biſt Giacomo Caſanova? ſagte ſie zu mir.

Damit ſagſt Du mir nichts Neues.

Weshalb biſt Du hierher gekommen?

Um Dich ſprechen zu hören.

Im ſelben Augenblick zog ſeine Colombine mich beim Arme und ſagte, indem ſie mir mit dem Finger drohte:

O, ich erkenne Dich!

Bei Gott, das iſt nicht ſchwierig. Lüfte Deine Maske ein wenig, dann kann ich Dir vielleicht daſſelbe ſagen.

Du biſt ein alter Schelm, der hierher kömmt, um ir⸗ gend ein Mädchen zu verführen.

Gewiß; aber ich ſehe kein verführeriſches.

Alſo verſchwiegen, ſehr gut. Sage gerade heraus, welche Donna Dich hierhergebracht hat?

Du ſollſt es ſein, wenn Du willſt.

Du würdeſt gut angeführt werden, wenn ich Dich beim Worte nehme.

Verſuche?

Colombine näherte ſich nun meinem Ohr und ſagte zu mir: In einer halben Stunde unter dem großen Kron⸗ leuchter.

Im Augenblick, wo mich das Paar verließ, ſagte Stint Sauveur, der franzöſiſche Konſul, lachend zu mir:

Sie kennen dieſe beiden Masken? Das Mädchen iſt ſehr hubſch.. 14

Deſto beſſer, denn ſie hat mir ein Stelldichein ge⸗ geben.

Der junge Mann iſt eine ſehr liebenswürdige Krea⸗ tur; was hat er Ihnen ins Ohr geſagt?

Wie, Arlechine iſt ein Mann und Arlechin iſt eine Frau? Ich habe nie eine ſo täuſchende Metamorphoſe geſehn!

Ich verſichere Ihnen, daß Arlechin geeignet iſt, in ſeinen Mädchenkleidern Ihre Theilnahme zu erregen.

In der That erhielt ich am Ende des Balls Gelegen⸗ heit mich davon zu überzeugen. Da der Konſul ſich erbot, mich der Familie dieſer jungen Leute, welche Bruder und Schweſter waren, vorzuſtellen, ſo ließ ich mich den zweiten

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