Teil eines Werkes 
18. Bd. (1851)
Entstehung
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ſeine Erzählung zu erheitern und das noch ſeltnere Talent, nie über das, was er erzählte, zu lachen. Wenn ich ſelbſt ein Talent habe, ſo iſt es dieſes. Wir beide wetteiferten in luſtigen, ernſthaft vorgetragenen Geſchichten. Obwohl er dreißig Jahre älter als ich war, hielt er mir Stand, wo wir auch ſein mochten, außer beim Spiele, welches er ver⸗ abſcheute. Ich hatte das Glück, der Freund dieſes vortreff⸗ lichen Mannes zu werden und dieſe Freundſchaft wurde mir außerordentlich nützlich während der zwei Jahre, die ich in Trieſt blieb. Ihm und Zaguri verdankte ich meine Gnade und Zurückberufung, den einzigen Gegenſtand meiner Wünſche. Ohne dieſe beiden Freunde hätte mich das Heimweh ge⸗ tödtet. Glücklich wäre ich geweſen, wenn ich daſſelbe hätte

los werden können und mein undankbares Vaterland nie

wiedergeſehn hätte!

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Einhundertundneunzehntes Kapitel.

Ich kinde Moroſini wieder.— Madame ges.— Dienſte, welche ich dem Gerichtshoke der Staatsinquiſi- toren leiſte.— Goertz. 4

Ich begleitete Herrn Zaguri nach Goertz, wo er drei Tage bleiben mußte, da er ſich nicht den Ehrenbezeugungen entziehen konnte, mit welchen ihn der Adel der Stadt über⸗ häufte. Ich wurde überall mit ihm aufgenommen. Die Freundſchaftsbeweiſe, welche mir ein venetianiſcher Advocador gab, ſetzten mich ſchnell in großes Anſehn; ich war nicht mehr ein gewöhnlicher Verbannter, ich wurde eine wichtige Perſon, welche die Aufmerkſamkeit der venetianiſchen Re⸗ gierung auf ſich zog. Es war allgemein anerkannt, daß ich mein Vaterland einzig und allein verlaſſen, um einer un⸗ gerechten Gefangenſchaft zu entgehn, und die Regierung,

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