Teil eines Werkes 
18. Bd. (1851)
Entstehung
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armen und Ihnen zu Ihrer Rückkehr in Ihr Vaterland wenn nicht in dieſem, ſo doch im nächſten Jahre, Glück zu wünſchen. Ich habe allen Grund zu hoffen, daß wir in einem Vierteljahre neue Inquiſttoren bekommen werden, die nicht ſtumm und taub wie die jetzigen ſein werden.

Ihr wohlwollender Schritt erfüllt mich mit Dank⸗ barkeit.

In der That ſind Sie mir einigen Dank ſchuldig, denn

um Sie zu ſehn, habe ich meine Pflichten als Avocador vergeſſen, die mir verbieten, die Stadt zu verlaſſen; aber ich ſchenke Ihnen dieſen Tag und den morgenden, und kehre dann wieder nach Venedig zurück. Deer Baron, Zeuge dieſes Empfangs, gerieth in Ver⸗ wirrung; er ſtammelte Entſchuldigungen, beklagte ſich über ſein ſchlechtes Gedächtniß und verſprach mir ſeinen Beſuch. Der Unglückliche war in der That ſo vergeßlich, daß er mich nicht einmal erkannte.

Wie! rief Zaguri aus; ſeit vierzehn Tagen iſt der be⸗ rühmte Caſanova in Trieſt und mein Freund Pittoni kennt ihn nicht! Aber Sie, Marco Monti fuhr er fort, ſich an einen Greis wendend, der mich neugierig betrachtete, Sie haben ihn bei ſich geſehn?

Ich wußte nicht, daß er angekommen war.

Sie, Konſul von Venedig, waren von der Ankunft eines Ihrer Landsleute in Trieſt nicht unterrichtet?

Das iſt meine Schuld, ſagte ich zuvorkommend, ich fürchtete ſchlecht aufgenommen zu werden. Sie wiſſen, daß ich von den Delegirten von Venedig oft als Kontrebande betrachtet werde.

Ich für meinen Theil, erwiderte geiſtreich der Konſul, halte Sie von jetzt an fur eine Waare, die in Trieſt Qua⸗ rantaine hält, ehe ſie nach Venedig abgeht, und mein Haus ſteht Ihnen offen.—

Dieſe Antwort Marco Montis zeigte mir, daß er meine wahre Stellung kannte. Er war ein Mann von Geiſt, er⸗ probt durch langes Ungluck, welches ihm ſeine natürliche Heiterkeit nicht geraubt hatte; er ſprach beſſer als ein ge⸗ ſchriebnes Buch und hatte die unſchätzbare Gabe, Jeden durch

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