Teil eines Werkes 
18. Bd. (1851)
Entstehung
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deren Geſetze ich in keiner Weiſe verletzt, war nicht mehr berechtigt, mich als einen Schuldigen zu betrachten.

Ich wurde in Trieſt beim Gouverneur der Stadt, Grafen Auersperg und beim Grafen von Cobentzel, der vielleicht noch lebt, empfangen; er war ein Weiſer in der höchſten Bedeutung des Worts; er vereinigte die umfaſſendſte Bildung mit den ſchönſten Seeleneigenſchaften und war ganz frei von Anſprüchen. Er gab Herrn Zaguri ein Feſt, wo ich den Grafen Torres traf, deſſen in Spanien geborner Vater Generallieutenant in öſterreichiſchen Dienſten geweſen war. Er hatte im ſechszigſten Jahre eine geiſtreiche und ſchöne Frau geheirathet, welche ihm fünf Kinder ſchenkte, die aber ſo häßlich wie ihr Vater waren: ſeine älteſte Toch⸗ ter ſchien mir ziemlich liebenswürdig trotz ihrer Häßlichkeit; ſie hatte den Charakter und den Geiſt ihrer Mutter. Der älteſte Sohn ſchielte, hatte eine poſſenhafte und tolle Phan⸗ taſie, war ein großer Aufſchneider und ausſchweifend aus Temperament und Princip. Obwohl er ziemlich geſchwätzig und boshaft war, ſah ich ihn doch gern in der Geſellſchaft, weil er gut erzählte und Lachen erregte. Da er ein un⸗ geheures Gedächtniß beſaß, ſo würde er wirkliche Bildung erlangt haben, wenn er mit einigem Fleiße an die Arbeit gegangen wäre. Er hatte die Güte ſich für einen Kontrakt zu verbürgen, den ich mit dem Buchhändler Valerio Valeri wegen Herausgabe meiner Geſchichte der„polniſchen Un⸗ ruhen“ eingegangen war. Ich wurde auch dem Grafen Coronini vorgeſtellt, der ſich im„Journal des Savants“ einen Namen gemacht hatte; er war einer von jenen alten Büfflern in us, denen man gern den Namen eines Ge⸗ lehrten giebt, um ſich die Mühe ihre Schriften zu leſen zu erſparen. Die Werke dieſes Coronini waren in lateiniſcher Sprache fabrizirt und behandelten das Völkerrecht und die Diplomatie. Ein junger Mann von Stande, Morelli mit Namen, wenn ich nicht irre, hatte die Geſchichte von Goertz geſchrieben. Er ſchickte mir die Aushängebogen des erſten Bandes mit der Bitte das Werk in meinen Mußeſtunden zu leſen und ihm meine Meinung zu ſagen. Ich nahm das Paket, machte es nicht auf und ſagte zu dem jungen Manne,

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