Teil eines Werkes 
18. Bd. (1851)
Entstehung
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Zeit erſchien, wo der Reichstag durch die Wahl Ponia⸗ towskis die Czarin als Kaiſerin von Rußland und den Kurfürſten von Brandenburg als König von Preußen an⸗ erkannt hatte. Mein Hauptzweck war, die Welt mit den Folgen bekannt zu machen, welche dieſe Theilung haben mußte; das Werk wurde dieſem Plane gemäß bearbeitet, aber ich konnte dem Publikum nur die drei erſten Theile übergeben, weil mein Drucker ſeinen Verpflichtungen nicht nachkam. Man wird unter meinen Manuſeripten nach mei⸗ nem Tode die drei andern Theile finden; mir iſt wenig daran gelegen, ob man ſte veröffentlicht oder nicht; ich habe mein ganzes Leben lang nicht an die Zukunft gedacht; warum ſollte ich jetzt daran denken!

Das Königreich Polen, welches noch fortbeſteht, würde ohne den Ehrgeiz des Hauſes Czartoryski noch mit dem⸗ ſelben Glanze wie zur Zeit des Todes Auguſts lll. fort⸗ beſtehn. Der Graf Brühl, erſter Miniſter des Kurfürſten von Sachſen, hatte dieſen Ehrgeiz verletzt und die Citelkeit der Familie gedemüthigt. Um ſich wegen der Verachtung eines ſtolzen Miniſters zu rächen, trug Auguſt Czartoryski,

Palatin von Rußland, kein Bedenken, ſein Vaterland in den Abgrund zu ſtürzen. Es fehlte ihm nicht an Bildung

aber verblendet durch die Leidenſchaft und Rachſucht, unter⸗ drückte er jedes Gefühl des Patriotismus und handelte ſo der geſunden Vernunft zuwider. Nicht nur wollte er das kurfürſtliche ſächſiſche Haus vom Throne ausſchließen, ſon⸗

dern auch das regierende Haus entthronen. Zur Aus⸗

führung dieſes Plans mußte er auf die Freundſchaft der Kaiſerin und des Königs von Preußen rechnen können, welche beide er deshalb auch vom Reichstage anerkennen ließ. Allein unter dieſer Bedingung willigten die aus⸗ wärtigen Fürſten ein, ſich mit der Republik zu verſtändigen. Indeß hatte ſie ausgezeichnete Gründe, dieſer Sanktion ihre Anerkennung zu verweigern, da ſie die bedeutendſten Provinzen des ruſſiſchen Reichs beſaß und das Königreich

Preußen wirklich unter ihrer Herrſchaft ſtand, indem der Kö⸗

nig nur über das Herzogthum dieſes Namens regierte. Der Fürſt Czartoryski, welcher der Stimme der Vernunft

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