Teil eines Werkes 
18. Bd. (1851)
Entstehung
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Brigitta zu beſuchen, würde ſie zu mir gelaufen kommen, und Sie ſehen wohl ein, daß ich ihr meine Thür nicht verſchließen kann.. 3 Ich ſehe vollkommen ein, daß Ihre Lage nicht haltbar iſt. Wir haben hier einen gordiſchen Knoten, der mit dem Schwerte Alexanders durchhauen werden muß. Mit einem Worte, Sie müſſen Brigitta verlaſſen, ohne ihr etwas da⸗ von zu ſagen; ſie wird nicht die Thorheit begehn, hinter Ihnen herzulaufen. 1

Das iſt der einzige Entſchluß, der mir noch bleibt, obwohl auch er unüberwindliche Schwierigkeiten hat.

Folgen Sie meinem Rathe und Sie werden leicht aus Bologna wegkommen; ſie wird Ihre Abreiſe nicht eher er⸗ fahren, als bis ſie zu Ihnen kommt, um Sie aufzuſuchen.

Ich überlaſſe mich Ihnen; wenn es uns glückt, haben Sie mir einen Dienſt geleiſtet, den ich nie vergeſſen werde. O, die unglückliche Brigitta, der Schmerz wird ſie tödten, oder fie wird toll werden!*

Mein Freund, ich kenne die Frauen, ſie geſſen. Uebrigens verbiete ich Ihnen, ſich mit ih zu beſchäftigen; das allein fordere ich von Uebrige geht mich an.

Wann werde ich abreiſen?

Morgen. Wir werden zuſammen reiſen. Sie Geld?.

Ich bin hinlänglich damit verſehn.

Hinterlaſſen Sie keine Schulden?

Keine.

Sie ſind ein exemplariſcher junger Mann.

Aber morgen abzureiſen, iſt, wenn ich es mir recht bedenke, unmöglich. Ich brauche wenigſtens drei Tage; ich erwarte Briefe von meiner Familie.

Ein ſchöner Grund, Ihre Reiſe zu verſchieben! Ich werde Ihnen die Briefe nachſchicken. 3

Aber wohin reiſen wir?

Sie ſollen Ihren neuen Aufenthaltsort nicht eher er⸗ fahren, als bis wir aufbrechen. 4 Abzureiſen, ohne zu wiſſen wohin, iſt ſeltſam.

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