Teil eines Werkes 
18. Bd. (1851)
Entstehung
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Wie! rief ich aus, ſollte ſte Sie vergeblich ſchmachten laſſen. Warum geben Sie ſie nicht auf?

Nicht ihre Strenge macht mich unglücklich, denn ich liebe ſie nicht. Dagegen überſchüttet ſie mich mit den Aeußerungen ihrer Leidenſchaft und gefährdet ſo meine Frei⸗ heit und mein Gewiſſen.

Was verlangt ſie?

Daß ich ſie heirathe.

Laſſen Sie ſie es verlangen.

Unglücklicher Weiſe hat mir das Mitleiden ein ge⸗ wiſſes Verſprechen abgelockt, an welches ſie mich unaufhör⸗ lich erinnert. Sie bittet, ſie weint, ſie beſchwört mich, eine Verpflichtung zu erfüllen, welche ich nur eingegangen bin, um dem Skandale ihrer lauten Verzweiflung zu entgehn; bei jedem neuen Verzuge'ſchreit ſie, ich wolle ſie betrügen; das iſt meine Lage.

Haben Sie große Verpflichtungen gegen ſie?

hat ſich Ihnen hingegeben?

iſt ſie ſchwanger? n 4 mich wohl gehütet, ſie dieſem Unglücke aus-

iI Beweis meiner Abneigung gegen die Ehe

rückkäme!

Wenn es ſich ſo verhält, gebieten Ihnen die Vernunft und die Ehre dieſes Band zu zerbrechen.

Ich bin davon überzeugt, aber mir fehlen Kraft und Muth. Wenn ich einen Abend vorübergehn ließe, ohne

elleicht iſt gerade dies die Urſache ihres Kum- A t meiner Zurückhaltung und will in derſel⸗ 44