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könnte. Am folgenden Tage um zehn Uhr erfuhr ich, daß
ein hübſcher junger Mann mich hatte ſprechen wollen, daß er mich aber nicht hatte von Margarethen wecken laſſen wollen. 1 4
Es iſt der liebenswürdigſte Mann, den ich kenne, ſetzte ſie hinzu. 4
Er hat Dir alſo utwas gegeben? 8
Ei freilich! Ein ſchönes Goldſtück.
Und er hat verſprochen, wiederzukommen?
Morgen um elf Uhr.
Es war der Florentiner. Aus Leonildas Brief erſah ich, daß dieſer toskaniſche Phönix ein londoner Kaufmann von ziemlich bedeutendem Vermögen war, daß er den Auf⸗ wand liebte und eine gute Erziehung erhalten hatte, daß er mit einem Worte ein ſehr liebenswürdiger Menſch war, deſſen Geſellſchaft mir nur ſehr angenehm ſein konnte. Leonilda meldete mir endlich, daß ſielſchwangen ſei. In der That kam ſie im nächſten Mai mi rnaͤben nieder,
den ich zwanzig Jahre ſpater in Prag zur Zeit der Krb⸗
nung des Kaiſers Leopold ſah. Man nannte ihn den Mar⸗ quis von Cahz apohwie ſeinen Vater, der glücklich das acht⸗ zigſte Jahr erkalchien Obwohl dem jungen Manne mein Name nie genannt worden war, ließ ich mich ihm doch vor⸗ ſtellen. Er machte zu dieſer Zeit eine große Reiſe in Be⸗ gleitung eines Gouverneurs, den er ſehr gut hätte entbehren können, denn mein tugendhafter Enkel war in ſeinem zwan⸗ zigſten Jahre vernünftiger als man es häufig im achtzigſten iſt. Ich ſah ihn mit um ſo größerem Vergnügen als er tige Bild ſeiner Mu Vor noch nicht langer Zeit hat mir Leonilda, die ihren n verheirathet hat, geſchrieben, ich möge den Reſt meines Lebens bei ihr zubringen. Obwohl nur die Einſamkeit fuͤr mich paßt, werde ich mich doch vielleicht noch dazu entſchließen.
Ich komme auf meine Geſchichte zurück. Der Kar⸗ dinal von Bernis fragte mich in Gegenwart der Fürſtin,
warum ich am vorigen Tage das Schauſpiel ſo ſchnell verlaſſen?
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