Teil eines Werkes 
17. Bd. (1851)
Entstehung
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geſchloſſen wären; wir würden uns dann keinen Augen⸗ blick verlaſſen.

Dieſes Geſpräch mit Armellinen verſetzte mich in ſüße Trunkenheit; ich entfernte mich mit leichtem und hoffendem Herzen, wie ein geliebter Liebender.

Nach einer köſtlichen Abendunterhaltung, während wel⸗ cher ich den ſentimentalen Liebhaber ſpielte, nahmen wir ein feines Abendeſſen ein, und ich brachte ſie wieder nach dem Kloſter. Die gute Pförtnerin, welche uns aufmachte, er⸗ hielt zwei Zechinen von meiner Freigebigkeit und ſegnete laut die Reform.

Sind Sie noch immer entſchloſſen, ſich von Ihrer Liebe für Armelline zu heilen? fragte mich die Superiorin.

Ohne Zweifel, antwortete ich; indeß werde ich die Faſtenzeit abwarten, um meine Beſuche einzuſtellen.

Gut, verſetzte ſie; der Karneval iſt glücklicher Weiſe dieſes Jahr ſehr lang.

Einhundertundſiebenzehntes Kapitel.

Der Florentiner. Armelline auk dem Ball. Bano⸗ witſch. Beno. Gezwungene Abreiſe. Ankunkt in Bologna. Der General Albergati.

Welcher Wahnſinn iſt doch die Liebe, beſonders wenn ſie ernſt und noch nicht befriedigt iſt? Die Ungewißheit ob ich geliebt würde, die Ungeduld der Begierde, die Qualen der Abweſenheit, die Zänkereien ohne Entſchädigung, die Ver⸗ ſöhnung ohne Wonne, das waren die Fruüͤchte, welche ich .von meiner Leidenſchaft für Armelline erndtete. Dieſe Liebe ſollte endigen, wie jede unmögliche Liebe enden muß, wo keine Uebereinſtimmung des Alters, der Erziehung, der Ge⸗ wohnheit vorhanden iſt. Ein zufälliges Zuſammentreffen