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einzige Urſache deſſen, was geſchehn; ſie hat mich durch ihre Strenge genöthigt, eine bloße Höflichkeit in eine Wirklichkeit zu verwandeln. Donna Pellicia und ich hatten nur einige unbedeutende Worte öffentlich ausgetauſcht, und ich habe ihr nie ein Geſchenk gemacht.— Aber Du haſt ihr 25000 Du⸗ blonen geſchenkt.— Ja, Sire; aber im Ernſte erſt vor⸗ geſtern und hätte Ew. Majeſtät die Sängerin nicht aus⸗ weiſen zu müſſen geglaubt, ſo würde ſie mir keinen Ma⸗ ravedi gekoſtet haben. Das war eine Lektion für den König, der hieraus erſehen konnte, welches Vertrauen öfeentliche Gerüchte verdienen,
Eines Tags wohnte ich dem Stierkampfe bei, als ich auf den Zuſchauerplätzen eine Frau von ausgezeichneter Hal⸗ tung und ſehr gut gekleidet bemerkte. Auf mein Befragen nannte mir mein Nachbar ihren Namen: Es iſt die be⸗ rühmte Nina!
Warum berühmte?
Wenn Sie ihren Namen nicht kennen, ſo iſt die Ge⸗ ſchichte zu lang, um ſie Ihnen hier zu erzählen.
Einige Augenblicke darauf ſprach ein gut ausſehendes Indi⸗ viduum leiſe mit meinem Nachbar; dieſer meldete mir, daß Donna Nina zu erfahren wünſche, wer ich ſei. Mich nun zum Boten wendend, ſagte ich, wenn die Dame es erlaube, werde ich die Ehre haben, dieſelbe nach der Vorſtellung zu begrüßen.
Nach Ihrer Ausſprache zu urtheilen, mein Herr, ſind Sie Italiäner.
Ja, mein Herr, ich bin aus Venedig.
Das iſt auch die Heimath der Donna. Mich nun bei Seite nehmend, ſagte er: Die Signora Nina iſt eine Tän⸗ zerin, in welche der Graf von Riola, General⸗Kapitain von Katalonien, verliebt iſt; ſie wohnt ſeit einigen Wochen in Valencia unter dem beſondern Schutze des Grafen.
Warum iſt ſie nicht in Barcelona bei Sr. Excellenz?
Weil der Biſchof im Namen des öffentlichen Anſtands ihre Entfernung gefordert hat.
Die Dame macht großen Aufwand?
Ohne Zweifel; der Graf giebt ihr täglich fuͤnfzig Du⸗


