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blonen für ihren Unterhalt, aber trotz ihrer Thorheiten kann ſte dieſelben nicht ausgeben.
In Valencia mag das wohl ſein.
Geſchmeichelt, daß dieſe Frau mich ausgezeichnet und neugierig, ſie ſo nahe wie möglich zu ſehn, erwartete ich mit Ungeduld das Ende des Schauſpiels; ich war weit entfernt zu glauben, daß dieſe neue Bekanntſchaft mich dem Tode nahe bringen würde.
Einhundertundvierzehntes Kapitel.
Die Signora Nina.— Spaniſche Eikerſucht.— Ich werde in die Citadelle gebracht.— Abreiſe von Varrelona.
Als die Zuſchauer weggingen, brachte ich der Schönen meine Huldigungen dar. Sie erwiederte dieſelben mit einem huldvollen Blicke und legte ihre Hand vertraulich auf mei⸗ nen Arm. Ich brachte ſie in ihren Wagen, der mit ſechs herrlichen Maulthieren beſpannt war, und als ich Abſchied von ihr nahm, ſagte ſie: Ich erwarte Sie morgen früh zum Frühſtücke. Nina bewohnte einen ſchönen Palaſt zwiſchen Vorhof und Garten: prächtige Möbeln, Lakaien in Livree, überall großer Lurus, aber Alles ohne Geſchmack. Ich bemühte mich durch einen Schwarm von einem halben Dutzend Kammerfrauen hindurchzukommen, von denen die eine immer eleganter gekleidet war als die andre, als eine tönende Stimme ſich im benachbarten Zimmer vernehmen ließ; es war die der Signora. Sie überhäufte einen ar⸗ men Kaufmann, der ihr Modeſachen brachte, mit Schimpf⸗ wörtern. Nach den erſten Komplimenten, die ſie italiäniſch und im Bordellſtyle an mich richtete, fragte ſie mich um meine Anſicht uͤber die Spitzen, die ihr der dumme Spa⸗ nier, hierbei zeigte ſie auf ihn, als ächte und ſchöne ver⸗
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