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Fraiture einen Ohrzipfel blicken. Er geſtand mir, daß er
ohne einen Pfennig ſei und bat mich, ihm meine Börſe zu öffnen; er brauchte nur eine Kleinigkeit, wie er ſagte, vier⸗ zig Piſtolen. Ich ſchlug ſie ihm rundweg ab und dankte ihm für das Vertrauen, welches er mir geſchenkt.
Sie ſind auf dem Trocknen, mein lieber Caſanova; das iſt mir lieb. Wir können gute Operationen zuſam⸗ men machen.
Ich ſah wohl, daß er das Spiel meinte und entgegnete:
Ich weiß nicht, ob das Unternehmen, von welchem Sie ſprechen, gelingen würde; in der Ungewißheit bleibe ich davon.
Alle Teufel! ich habe nicht Geld genug, um den erſten Einſatz zu machen, und mein Wirth droht mir ſchon mit der Rechnung. Könnten Sie nicht ein paar Worte mit ihm ſprechen?
Das würde Ihnen mehr ſchaden als nützen.
Wie meinen Sie das?
Ihr Wirth würde nicht ermangeln, Bürgſchaft von mir zu fordern und wenn ich mich weigerte, würde er Ih⸗ nen ferner nicht mehr borgen.
Fraiture hatte Gelegenheit gehabt, Manucci bei mir zu ſehn, nach einer Woche waren ſie ſehr vertraut, und der intrigante Baron machte den jungen Grafen mit ſeiner Geldverlegenheit bekannt. Dieſer, der ebenfalls Spieler von Gewerbe war, gab das erbotne Geld nicht, ſondern ſchickte den Bittenden zu einem dienſtfertigen Manne, der einiges Geld auf Pfand hergab. Beide ſpielten nun gemeinſchaftlich.
Zur ſelben Zeit kam Querini nach Madrid; er erſetzte Herrn von Mocenigo, der nach Madrid ging. Querini, ein Mann von Geiſt und großer Bildung, äußerte die günſtig⸗ ſten Geſinnungen für mich. Einige Tage genügten, um ihn mir zum Freunde zu machen..—
Der Baron von Franture war indeß in eine Lage ge⸗ kommen, die ihn nöhigte, Spanien zu verlaſſen. Er hatte geſpielt und Alles verloren; ſein Wirth quälte ihn; er ſah den Augenblick nahen, wo er an die Luft geſetzt werden würde und hatte keinen Maravedi, um die Gränze zu er⸗


