Teil eines Werkes 
17. Bd. (1851)
Entstehung
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ſen; ich werde zwei derſelben anführen, welche im Spani⸗

ſchen eine außerordentliche Energie haben. Si me coger me horqueran, Vero no me cogeran.*) Ich hatte mehrere Konferenzen mit dem Miniſter auf Veranlaſſung der Koloniſation in der Sierra⸗Morena, und

die Sache hatte gegen mein Erwarten ſo guten Fortgang,

daß ich meine Vorbereitungen traf, um mich an Ort und Stelle zu begeben. Manucci, welcher nicht aufhörte, mir Beweiſe der innigſten Freundſchaft zu geben, wollte mitrei⸗ ſen; er wollte eine junge Abenteuerin mitnehmen, welche ſich Porto Carrero nannte, und ſich für eine natürliche Tochter des gleichnamigen Kardinals ausgab; ſie bezeichnete Se. Eminenz immer nur mit dem kindlichen Ausdrucke mio padre. Sie galt damals für die Maitreſſe des Abbé Bigliardi.

Währenddeſſen führte mein Unſtern den Baron von Fratture aus Lüttich, einen Spieler und Gauner von Ge⸗ werbe, nach Madrid. Ich hatte das Unglück ihn in Spaa kennen zu lernen, und als er erfuhr, daß ich beabſichtige, nach Portugal zu gehn, hatte er ſich nach Liſſabon auf den Weg gemacht, in der Hoffnung, mich dort zu finden und unter meinen Auſpizien ſeine Börſe zu füllen. Während meiner langen und ſchmerzensreichen Laufbahn bin ich im⸗ mer der Zielpunkt einer Menge Intriganten und Tauge⸗ nichtſe geweſen, die einzige Urſache der vielfachen und zahl⸗ reichen Unannehmlichkeiten, welche ich erduldet habe. Kaum war ich in Madrid angelangt, als Fratture, von meinem Aufenthalte unterrichtet, ſich beeilte, mich zu beſuchen. Er überſchüttete mich mit Zuvorkommenheiten, und ich glaubte mich verpflichtet, ihm höflich zu begegnen. Ich glaubte dadurch, daß ich ihm Bekanntſchaften verſchaffte, mir nicht zu ſchaden; aber ich bin immer das Opfer meines leichten Sinns und meines wohlwollenden Charakters geworden.

Schon den zweiten Tag nach meiner Ankunft ließ

*) Wenn ſie mich fangen, hängen ſie mich, aber ſie ſollen mich nicht fangen.