Teil eines Werkes 
17. Bd. (1851)
Entstehung
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und wohlauf, iſt in ſeinem ganzen Leben nie unwohl ge⸗ weſen und hat ein ſolches Temperament, daß er zu Leb⸗ zeiten der Königin keine Nacht vorübergehn ließ, ohne ihr, Beweiſe ſeiner Zärtlichkeit zu geben. Um den fleiſchlichen Regungen, welche ihn beſtürmen, eine andere Richtung zu geben, ergiebt er ſich den Freuden oder vielmehr den Mühen der Jagd, er glaubt hierin ein wirkſames Mittel gegen ein zu feuriges Blut zu finden.

Als die Königin ſtarb, war es nicht leicht einen neuen Lebensplan zu finden, und es wurde ihm ſehr ſchwer, denn Se. Majeſtät liebt weder das Leſen, noch die Muſik, noch die Unterhaltung. Es wurde nöthig, daß er ſich Beſchäf⸗ tigungen ſuchte, welche ihm weder Muße noch Ruhe ließen. Folgendes iſt die Lebensweiſe Sr. Majeſtät, und wird ſie wahrſcheinlich bis zu ſeinem Tode bleiben: um ſieben Uhr ſteht der König auf und geht in ſein Toilettenkabinet, worauf er betet; um acht Uhr hört er die Meſſe und trinkt ſeine Chocolade; ſodann ſtopft er in ſeine Naſe eine ungeheure

Priſe, die einzige, welche er den ganzen Tag nimmt. Er

arbeitet 6 elf Uhr mit den Miriſe und wenn die Ar⸗

ab und geht dann duf die Jagd. Auf dieſer bleibt er ſunh acht Uhr und nimmt unterwegs eine Collation ein. Wenn Se.

Majeſtät wieder aufs Schloß kömmt, trägt man ihn in ſein Bett, denn er iſt vor Ermüdung eingeſchlafen. Dies iſt der unabänderliche Kreis ſeiner Gewohnheiten.

Das iſt ein trauriges Leben für einen König. Warum

verheirathet er ſich nicht wieder?

Er hatte die Augen auf eine der Töchter Ludwigs XV., die Prinzeſſin Adelaide, geworfen; er ließ um ihr Portrait bitten, und als er daſſelbe geſehn, wollte er von keiner Ver⸗ bindung mehr ſprechen hören. Seitdem wagte man nicht

mehr von Heirath mit ihm zu ſprechen, und wehe dem, der

ihm vorſchlagen wollte, eine Maitreſſe zu nehmen.

Karl III. wurde das Opfer ſeiner ſtrengen Enthalt⸗ 9

ſamkeit, denn bekanntlich ſtarb er im Wahnſinn; da ich wie ein noch junger Mann dachte und im Punkte der Sitten XIVII. 2

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