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ich fertig. Er brauchte vier Tage zur Kompoſition; die Proben fanden im Geſandtſchaftspalaſte, in Gegenwart der ſpaniſchen und auswärtigen Miniſter ſtatt. Der Erfolg war vollſtändig, der einzige Vortheil, den ich von meiner Arbeit hatte, und der einzige, den ich beanſpruchte. Die Ausarbeitung dieſer Oper hatte mich mit den Sängerinnen des Theaters von Aranjuez in Verbindung gebracht; hier lernte ich die Prima Donna, Signora Pellicia kennen, eine Römerin von Geburt, von mittelmäßigem Talente, eher häßlich als ſchön, aber ſehr geiſtreich. Da ſie eine Ein⸗ ladung zu Vorſtellungen in Valencia hatte, ſo bat ſie mich um Empfehlungen dorthin. Ich ſchickte ſie zum Herzoge von Arcos, der ihrem Wunſche vermittelſt eines verſiegelten Briefes genügte, der an einen Bankier von Valencia, Na⸗ mens Don Diego, adreſſirt war; ich werde ſpäter Gelegen⸗ heit finden, von dieſem ſonderbaren Briefe zu ſprechen. Unter den Perſonen, welche ich in Aranjuez fleißig beſuchte, darf ich Don Domingo Barnero, erſten Kammer⸗ herrn des Königs, nicht vergeſſen. Aus ſeinen Fenſtern ſah ich Se. Majeſtät täglich auf die Jagd ziehn und er⸗ ſchöpft zurückkehren. Der König war von kleinem Wuchſe, aber munter und kräftig, im Widerſpruche mit allen ſpa⸗ niſchen Königen, welche man ſich gewöhnlich als entnervt und ſiech denkt. Karl III. hatte zum Günſtlinge einen ge⸗ wiſſen Gregorio Squillacitl, einen Mann von niederm Stande, der ſtatt alles eignen Verdienſtes eine ſehr ſchöne Frau hatte. Wie alle Andern ſetzte ich die Gunſt, mit welcher der König Squillaci überhäufte, auf Rechnung ſeiner Frau. Ich glaubte, es finde Gegenſeitigkeit ſtatt. Barnero enttäuſchte mich mit folgenden Worten: Es ſind
ſolche mrden ieangen, aber das find reine Verläͤumdungen;
anders dals ſeine Frau, die ſelige Woegor. erkannt, und er that es mehr aus Chriſtenpflicht als aus ehelicher Zärt⸗ Aichkeit. Dieſer gute Fürſt möchte nicht um den Preis ſei⸗ nes Lebens ſeine Seele mit einer Todtſünde beflecken, und, ſollten Sie es wohl glauben?— einzig und allein, um ſie nicht ſeinem Beichtvater beichten zu müſſen. Er iſt kräftig
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