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ren; aber ich ziehe es vor, den Faden meiner Abenteuer wieder aufzunehmen.
In Geſellſchaft Manucci's machte ich einen kleinen Aus⸗ flug nach Toledo. In dieſer Hauptſtadt Neu⸗Kaſtiliens findet man den Alcazar, den Palaſt, in welchem die mau⸗ riſchen Könige wohnten. Die Kathedrale iſt ebenfalls ein ſehr ſchönes Gebäude; das Tabernakel, welches das heilige Sakrament enthält, iſt von ſolcher Größe, daß bei Aufzügen dreißig Perſonen zum Tragen deſſelben erforderlich ſind. Der Kanonikus, der uns die Merkwürdigkeiten des Orts zeigte, machte uns auf ein kleines Gefäß von ſchlechtem Pfeifenthon aufmerkſam, und da ich mich wunderte ein ſol⸗ ches Gefäß unter den andern Herrlichkeiten zu finden, ſagte er: Das iſt das Gefäß, in welchem Judas die dreißig Sil⸗ berlinge verbarg, die er für den Verrath unſers Heilandes empfing. Ich wollte die Reliquie anfaſſen, um ſie genauer zu betrachten; aber der Kanonikus hielt mich ab und ſagte, der König ſelbſt würde nicht wagen, ſie zu berühren.
Wir beſuchten ſodann das naturgeſchichtliche Kabinet, welches ebenfalls voll Reliquien war; aber wir konnten über dieſe nur lachen. Der Aufſeher zeigte uns ein in Stroh gewickeltes Paket, in welchem ein Drache ſein ſollte, und er führte dies als Beweis an, daß der Drache kein fabelhaftes Thier ſei. Er zeigte uns auch eine Freimaurer⸗ ſchürze, die er von einem Freunde ſeines Vaters bekommen, der zu ſeinen Lebzeiten Freimaurer geweſen, und er führte dies als Beweis an, daß die Sekte wirklich exiſtire. Alle dieſe Beweiſe gaben mir keine hohe Meinung vom Geiſte des Aufſehers.
Als ich nach Aranjuez zurückkam, ſtellte mich der Ge⸗ ſandte dem Marquis von Grimaldi vor, der mich lange von der Schweizer⸗Kolonie unterhielt, die die ſpaniſche Regierung in der Sierra⸗Morena errichtet hatte. Das Unternehmen wollte nicht gedeihn; die Koloniſten gingen in der flachen und dürren Einöde zu Grunde. Ich ſagte zum Marquis: Dieſer Plan iſt nicht zu verwirklichen; die Kolonie wird in zwanzig Jahren bis auf den letzten Mann zuſammengeſchmol⸗ zen ſein. Die Urſachen ſind phyſiſcher und moraliſcher Art.
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