Sr⸗
neun Uhr. Deſto ſchlimmer für ſie; ſie wird die Fol⸗ gen Ihres Beſuchs zu tragen haben.
Ich nehme ſie auf mich.
Ich folgte dieſer Rebecca.
Madame du Rumain dankte mir, als ſie erwacht war, für meine Pünktlichkeit.
Raton, Tinte und Federn und verſchließe die Thür. Du kommſt nur, wenn ich klingle. Ich bin für Niemand ſichtbar.
Gute Nacht, rief Raton⸗Rebecca, ich lege mich zu Bette!
Mein theurer Herr, begann die andre Verrückte, füh⸗ len Sie keine Unruhe?
Weswegen, Madame?
Wegen Ihres Orakels; es nimmt ab und irrt ſich. Nach demſelben ſollte Herr du Rumain ſchon begraben ſein, und er lebt noch.
O, mein Gott; dann iſt Herr du Rumain unvernünftig.
Ich gebe zu, daß der liebe Mann ſchwach iſt; aber er lebt doch noch. Nehmen wir einen andern Fall. Sie wiſſen, daß ich leidenſchaftlich die Muſik liebe; meine Stimme iſt berühmt wegen ihres Umfangs und ihrer Stärke, und doch, theurer Chevalier ſinge ich ſeit einem Viertel⸗ jahre nicht mehr. Ich kann das h nicht mehr heraus⸗ bringen. Der Doktor Herrenſchwandt, welchen Sie ohne Zweifel dem Rufe nach kennen, hat mir eine Menge Re⸗ cepte verſchrieben: Syrups, Elixire, Pillen und noch andre Sachen; ich habe Alles angewendet, um meine Stimme wiederzuerlangen; aber nichts ſchlägt an. Sie ſehen eine untröſtliche Witwe, ich will ſagen Frau. Im neunund⸗ zwanzigſten Jahre auf Alles verzichten zu müſſen, was meine Freude ausmachte, iſt in der That traurig. Sehen Sie zu, ob Ihr Orakel mir die Stimme wiedergeben kann. O, wenn ich morgen vor der zahlreichen Geſellſchaft, die ich erwarte, ſingen könnte, welcher Triumph! Welche glän⸗ zende Rehabilitation! Wenn das Orakel will, iſt es möglich. Gewiß, denn Ihre Bruſt iſt gut.
Hier habe ich ſchriftlich die Fragen aufgeſetzt, welche


