Teil eines Werkes 
14. Bd. (1850)
Entstehung
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und ich drückte drei Siegel darauf, welche den anderen nach⸗ gemacht waren; ſodann ſtellte ich dieſes Käſtchen an die Stelle des wirklichen, worauf das Orakel folgendermaßen zur Mar⸗ quiſe ſprach.

Dies iſt der Tag, wo Ihre Geburt durch Mitwirkung des Chevaliers von Seingalt zu Stande kommen ſoll, aber nur in dem Falle, daß die Undine, welche die Geſchenke der Seine bringen ſoll, ſich entſchließt, die Löſung vom Cheva⸗ lier anzunehmen und dieſelbe unmittelbar an Sie gelangen zu laſſen.

Ich hatte das Orakel dunkel gemacht, um mir eine Ausflucht zu ſichern, aber die gute Marquiſe fand es außer⸗ ordentlich klar.

Wo iſt die wunderbare Undine? Ich bin bereit.

Ich begreife nicht, ſagte ich, den Erſtaunten ſpielend, wie dieſe Undine an Sie eine von mir empfangene Löſung gelangen laſſen ſoll.

Das iſt indeß ſehr einfach. Sie werden ſehn. Aber beeilen wir uns. Bei der Operation müſſen wir alle drei in demſelben Bette ſchlafen.

Iſt's ſo der Gebrauch?

Am folgenden Tage führte ich Marcoline heimlich zur Marquiſe und verbarg ſie in einem Kabinet, in welches ich einen leeren Koffer hatte ſchaffen laſſen. Nach dem Abend⸗ eſſen legten die Marquiſe und ich uns zu Bett, ſie völlig bekleidet, ich den Degen an der Seite und ein Bein geſtie⸗ felt und geſpornt. Dann holte ich das falſche Käſtchen und ſtellte es unter vielen Kniebeugungen und Segnungen auf den Feuerbock im Kamine. Zur verabredeten Stunde ver⸗ ließ Marcoline, die ein grünes Kleid trug und ihre Haare mit einem grünen Neetze befeſtigt hatte, ihr Verſteck. Würdevoll tritt ſie in das Zimmer, ergreift einen Leuchter, tritt auf Semiramis zu und reicht derſelben einen mit Weingeiſt getränkten Baumwollenflecken. Die Marquiſe zuͤndete den Flecken an und giebt ihn Marcoline zurück, welche ihn ins Kamin wirft. Das Holz entzündet ſich, das Feuer erfaßt das Käſtchen und verzehrt es gänzlich. Nun ſtürzten wir uns weinend(Undine hatte große Luſt zu lachen;