Teil eines Werkes 
14. Bd. (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ieſer n in

dam⸗ Ihre

23

Schöne antworten, welche Ihnen vielleicht Appetit auf ſich ſelbſt machen möchte.

Wie ſollte ſie aber wohl dieſes Ziel zu erreichen hoffen, wenn ſie Ihre Schönheit auf Koſten von zwei andren Damen rühmt, da ſie doch nicht wußte, daß ich Sie vorziehe?

Wenn ſie es nicht weiß, hat ſie Unrecht; aber ſie hat nichtsdeſtoweniger gelogen.

Sie kann erfunden haben, aber ich glaube nicht, daß ſie gelogen hat. Sie lachen! Das freut mich.

Ich lache, weil ich Sie gern glauben laſſe, was Sie wollen.

Sie erlauben mir alſo zu glauben, daß Sie mich nicht haſſen.

Ich Sie haſſen! Wie können Sie ein ſo häßliches Wort ausſprechen? Wenn ich Sie haßte, würde ich Sie dann wohl ſehn? Aber ſprechen wir jetzt von etwas An⸗ derm. Ich will Sie bitten, mir einen Gefallen zu thun. Hier ſind zwei Zechinen. Setzen Sie damit auf eine Ambe und bringen Sie mir das Billet, wenn Sie wiederkommen, oder ſchicken Sie es mir; aber ich bitte Sie, laſſen Sie Niemand etwas davon erfahren.

Morgen ſollen Sie daſſelbe erhalten; aber warum ſprechen Sie von Schicken?

Weil Sie vielleicht nicht kommen werden, wenn Sie ſich bei mir langweilen.

Offen geſagt, Fräulein, ſehe ich wohl bei Ihnen ſo aus? Ich bin ſehr unglücklich! Welche Nummern wol⸗ len Sie?

Die drei und die vierzig. Sie haben mir dieſelben gegeben.

Ich! Wie das?

Drei Fingerſpitzen voll Zechinen und jedesmal vierzig. Ich bin abergläubiſch, und Sie werden mich vielleicht des⸗ halb angreifen; aber mir ſcheint es, als ob Sie nur um mich glücklich zu machen nach Mailand gekommen wären.

Sie geben mir das Leben wieder! Dieſe Worte er⸗ füllen mich mit Freude. Sie ſagen, Sie ſeien abergläu⸗