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für werth halten, Ihr Bild nie aus dem meinigen aus⸗ gelöſcht werden ſoll.
Ich bin überzeugt, daß Sie das ſchon tauſend Mädchen geſagt haben, und daß Sie dieſelben verachtet haben, wenn ſte Ihnen einen Platz in ihrem Herzen einräumten.
Ich bitte Sie, brauchen Sie nicht den Ausdruck Ver⸗ achtung, denn ſonſt müßten Sie mich für ein Ungeheuer halten. Die Schönheit verführt mich, ich ſtrebe nach ihrem Beſitz, und ich verachte ſie, wenn mir nicht die Liebe den Weg zu ihrem Genuſſe bahnt; aber wie ſollte ich ihr nicht einen Kultus der Achtung widmen, wenn ſie ſich mir aus Liebe hingiebt? Ich müßte dann zunächſt mich ſelbſt ver⸗ achten. Sie ſind ſchön, und ich bete Sie an; aber Sie würden ſich ſehr täuſchen, wenn Sie glauben könnten, ich wolle Ihren Beſitz bloß Ihrer Gefälligkeit verdanken.
Nun, ich ſehe wohl, daß Sie nach meinem Herzen ſtreben.
Ja, auf Ihr Herz habe ich es abgeſehn.
Um mich nach vierzehn Tagen unglücklich zu machen.
Um Sie bis zum Tode zu lieben und mich allen Ihren Wünſchen zu unterwerfen.
Allen meinen Wünſchen?
Ja, ſie würden für mich unverletzliche Geſetze ſein.
Sie wollten ſich in Mailand niederlaſſen?
Zweifeln Sie nicht daran, wenn Sie mich unter dieſer Bedingung glücklich machen wollen.
Das Komiſche hierbei iſt, daß Sie mich täuſchen, ohne es zu wiſſen, wenn Sie mich anders lieben.
Jemand zu täuſchen, ohne es zu wiſſen, iſt ganz neu für mich. Wenn ich nichts davon weiß, bin ich unſchuldig.
Unſchuldig, wenn Sie wollen; aber Sie täuſchen mich nichts deſtoweniger, denn es ſteht nicht in Ihrer Gewalt, mich zu lieben, wenn Sie mich nicht mehr lieben.
Das liegt in der Möglichkeit, aber ich weiſe dieſe Idee als eine traurige zurück. Ich glaube lieber, daß ich Sie ewig lieben werde. Sicher iſt, daß ich ſeit meinem Auf⸗ enthalt in Mailand kein weibliches Geſicht gefunden habe, welches mir gefallen hätte.


