Teil eines Werkes 
12. Bd. (1850)
Entstehung
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So wünſche ich Ihnen Glück dazu. Wo werden Sie in Augsburg wohnen?

Ich werde ein Haus miethen, und wenn es Ihnen Ver⸗ gnügen macht, ſollen Sie die Frau vom Hauſe ſein und die Honneurs machen.

Das iſt reizend, mein Freund! Wir werden gute Abendeſſen geben und die Nacht mit Spielen verbringen.

Der Plan iſt herrlich.

Ich übernehme es, Ihnen eine vorzügliche Köchin zu verſchaffen; die bairiſchen ſind mit Recht berühmt. Wir werden eine gute Figur auf dem Kongreſſe ſpielen und man wird ſagen, daß wir uns bis zum Wahnſinn lieben.

Wohlgemerkt, mein Herz, daß ich hinſichtlich der Treue keinen Spaß verſtehe.

Darin, mein Freund, vertrauen Sie nur auf mich; Sie wiſſen, wie ich in Dresden lebte.

Ich vertraue darauf, aber wie ein Blinder. Einſtwei⸗ len ſtellen wir die Gleichheit zwiſchen uns her und ſage Du zu mir. Das iſt der Liebe angemeſſen.

Wolan, ſo umarme mich.

Die ſchöne Renaud reiſt nicht gern des Nachts, weil ſie gern gut und zu Bette ging, wenn ihr der Kopf ſchwindelte. Die Hitze des Weins machte dann eine ſchwer zu befriedigende Bacchantin aus ihr; aber wenn ich nicht mehr konnte, bat ich ſie, mich in Ruhe zu laſſen und ſie mußte gehorchen.

Als wir in Augsburg ankamen, ſtiegen wir in den drei Mohren ab, aber der Wirth, der uns ein gutes Mit⸗ tagseſſen verſprach, ſagte, er könne mir keine Wohnung ge⸗ ben, weil der franzöſiſche Miniſter den ganzen Gaſthof ge⸗ miethet habe. Ich begab mich zum Bankier Carli, bei dem ich accreditirt war und dieſer verſchaffte mir ſogleich ein hübſchmeublirtes Haus nebſt einem Garten, welches ich auf ein halbes Jahr miethete und welches die Renaud ſehr nach ihrem Geſchmacke fand.

In Augsburg war noch Niemand. Die Renaud, welche ſich nach München begeben mußte, machte mir begreiflich,

daß ich mich in ihrer Abweſenheit ſehr langweilen wuͤrde