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meinen Wagen käme, anſtatt in dem ihrigen zu bleiben, und Désarmoiſes nahm gern einen Platz bei dem Kammer⸗ mädchen ein. Wir wurden bald ſehr vertraut. Sie machte mich mit ihren Angelegenheiten bekannt, wenigſtens ſchein⸗ bar, und ich theilte ihr Alles mit, was ich kein Intereſſe hatte, ihr zu verſchweigen. Ich ſagte ihr, ich habe einen Auftrag vom Liſſaboner Hofe; ſie glaubte mir, und ich glaubte ihr, daß ſie nur um ihre Diamanten zu verkaufen nach München und Augsburg reiſe.
Als die Unterhaltung auf Désarmoiſes kam, ſagte ſie, ich könne ihn wohl in meiner Geſellſchaft behalten, dürfe ihm aber nicht erlauben, ſich Marquis zu nennen.
Aber, ſagte ich, er iſt doch der Sohn des Marquis von Désarmoiſes in Nancy.
Er iſt ein früherer Courrier, dem das Departement der auswärtigen Angelegenheiten eine geringfügige Penſion ausgeſetzt hat. Ich kenne den Marquis von Désarmoiſes der in Nancy lebt und der nicht ſo alt wie er iſt.
Dann kann er nicht gut ſein Vater ſein.
Der Wirth vom Geiſte hat ihn als Courrier ge⸗ kannt.
Woher kennſt Du ihn?
Wir ſpeiſten zuſammen an der Wirthstafel. Nach dem Mittagseſſen kam er auf mein Zimmer und ſagte, er er⸗ warte Jemand, mit dem er nach Augsburg reiſe und wir könnten die Reiſe zuſammenmachen. Er nannte Sie, und nach einigen Fragen ſah ich wohl, daß Sie es ſeien und ſo iſt es gekommen, was mir ganz lieb iſt. Aber hören Sie, ich rathe Ihnen, die falſchen Namen und falſchen Titel auf⸗ zugeben; warum laſſen Sie ſich Seingalt nennen?
Das iſt mein Name, meine Liebe; das hindert aber nicht, daß alte Bekannte mich Caſanova nennen, denn ich bin Beides. Sie werden das wohl verſtehen.
Ja, ich verſtehe. Ihre Mutter iſt jetzt in Prag, und da ſie wegen des Krieges keine Penſion bekommt, ſo glaube ich, daß ſie etwas in Noth iſt.
Ich weiß das, aber ich vergeſſe meine Sohnespflichten nicht; ich habe ihr Geld geſchickt.


