beſtellt, ſchicken wir uns zu einem Spaziergange im Garten an, als ich zwei Abenteurer die ich kannte und zwei Mäd⸗ chen, die mit dem meinigen befreundet waren, aus einem Fiaker ſteigen ſah. Die unſelige Wirthin, welche in der Thür ſtand, ſagte, wenn wir zuſammen ſpeiſen wollten, könne ſie uns ein ausgezeichnetes Mittagseſſen geben; ich ſagte nichts oder vielmehr ich fügte mich in die beiden Weibsperſonen. In der That ſpeiſten wir gut, und als Alles bezahlt war, und wir uns anſchickten nach Paris zu⸗ rückzukehren, bemerkte ich, daß ich meinen Ring nicht habe, welchen ich während des Eſſens vom Finger genommen, um ihn einem der beiden Abenteurer, Namens Santis, welcher ihn hatte ſehn wollen, zu zeigen. Es war ein hübſches Miniaturbild in Diamanten gefaßt, welches mir fünfund⸗ zwanzig Louisd'ors gekoſtet. Ich bat Santis ſehr höflich mir meinen Ring wiederzugeben; er erwiderte ſehr kalt⸗ blütig, er habe ihn mir wiedergegeben. Hätten Sie ihn mir wiedergegeben, entgegnete ich, ſo würde ich ihn haben, und ich habe ihn nicht. Er bleibt bei ſeiner Behauptung; die Mädchen ſagen nichts aber der Freund von Santis, ein Portugieſe, Namens Xavier, wagte zu ſagen, er habe ge⸗ ſehn, wie dieſer mir ihn wiedergegeben. Sie haben gelo⸗ gen, ſagte ich, faſſe Santis beim Halstuche und erkläre, daß ich ihn nicht eher weglaſſen würde, als bis er mir den Ring wiedergegeben. Aber nun ſteht der Portugieſe auf, um ſeinem Freunde beizuſtehn; ich thue einen Schritt rück⸗ wärts und erneuere mit dem Degen in der Hand meine Forderung. Da die Wirthin hinzukam und großes Ge⸗ ſchrei machte, ſo ſagte Santis zu mir, er werde mich über⸗ zeugen, wenn ich ihm geſtatten wolle, zwei Worte unter vier Augen mit mir zu reden. Da ich einfältiger Weiſe glaubte, er ſcheue ſich, mir den Ring in Gegenwart Al⸗ ler zurückzugeben, werde es aber unter vier Augen thun, ſo ſteckte ich den Degen wieder ein und rief ihm zu: Ge⸗ hen wir hinaus. Kavier ſtieg mit den vier Dämchen in den Fiaker und ſie fuhren nach Paris zurück.
Santis folgte mir hinter das Schloß, wo er eine la⸗ chende Miene annahm und zu mir ſagte, er habe, um einen


