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der That Lord Limore nur ein Taugenichts war; aber ich glaubte nichts dagegen ſagen zu dürfen. Das wäre wirk⸗ lich grauſam geweſen. Ich verließ ſie mit dem Verſprechen ihr zu ſchreiben, wenn ich mit ihrem Sohne zuſammen⸗ treffen ſollte.
Poinſinet, der obdachlos war, blieb die Nacht auf meinem Zimmer und nachdem ich ihn am folgenden Tage zwei Taſſen Chocolade bei mir hatte trinken laſſen, gab ich ihm Geld, um ſich ein Zimmer zu miethen. Ich habe ihn nicht wieder geſehn, da er wenige Jahre ſpäter nicht in der Hippokrene, ſondern in Guadequivir ertrank. Er ſagte, er ſei acht Tage bei Herrn von Voltaire geweſen und habe ſich beeilt nach Paris zurückzukehren, um den Abbé Mo⸗ rellet aus der Baſtille zu befreien.
Ich hatte in Paris nichts weiter zu thun und war⸗ tete um abzureiſen nur auf die Kleider die ich beſtellt, und ein Kreuz von Rubinen und Diamanten des Ordens, mit welchem mich der heilige Vater decorirt.
Ich erwartete dies Alles binnen fünf bis ſechs Tagen, als ein unangenehmer Vorfall mich zur ſchleunigen Ab⸗
reiſe nöthigte. Folgendes war dieſer Vorfall den ich ſehr
ungern niederſchreibe, da er mir beinahe Leben und Ehre gekoſtet hätte, mehr als hunderttauſend Franes gar nicht gerechnet. Ich beklage die Thoren, welche, wenn Ihnen et⸗ was Uebles zuſtößt ſich ans Glück halten, ſtatt ſich an ſich ſelbſt zu halten.
Ich ging im Tulleriengarten gegen zehn Uhr Morgens ſpaziren, als ich unglücklicher Weiſe der Dange⸗ nancour nebſt einem andern Mädchen begegnete. Dieſe Dangenancour war eine Opernfigurantin, mit welcher ich während meines letzten Aufenthaltes in Paris vergeblich Bekanntſchaft anzuknüpfen verſucht hatte. Erfreut über den glücklichen Zufall, der ſie mir zu ſo gelegener Zeit in den Weg führte, redete ich ſie an und brauchte ſie nicht lange zu bitten, um ſie zur Annahme eines Mittagseſſens in Choiſy zu bewegen.
Wir begeben uns nach dem Palais Royal, nehmen einen Fiaker und fahren ab. Nachdem ich das Mittagseſſen
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