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Tillot habe ihn mit Wohlthaten überhäuft. Er hat mich nicht untergebracht, ſagte er, weil man in Italien nichts mit einem franzöſiſchen Dichter anzufangen weiß.
Wiſſen Sie etwas von Lord Limore? fragte ich.
Ja, er hat von Livorno an ſeine Mutter geſchrieben, daß er nach Indien gehe, und daß er ſich in den römiſchen
Gefängniſſen befinden würde, wenn Sie nicht die Güte ge⸗ habt hätten, ihm tauſend Louisd'ors zu geben.
Ich nehme großen Antheil an ſeinem Schickſale und würde gern Milady ſehn.
Ich will Sie anmelden und bin überzeugt, daß ſie Sie zum Abendeſſen behalten wird, denn ſie wünſcht ſehr, Sie zu ſprechen.
Wie geht es Ihnen hier? fragte ich; ſind Sie mit Apollo zufrieden.
Er iſt nicht der Gott des Paktolus; ich habe keinen Pfennig und keine Wohnung und werde gern ein Abend⸗ eſſen annehmen, wenn Sie mich einladen wollen. Ich werde Ihnen den Cercle vorleſen, welchen die Komödianten ange⸗ nommen haben und welchen ich in der Taſche habe. Ich bin ſicher, daß dieſes Stück Erfolg haben wird.
Der Cercle war ein kleines Stück in Proſa, in wel⸗ chem der Dichter den Jargon des Doktor Herrenſchwand, Bruders desjenigen, den ich in der Schweiz kennen gelernt, verſpottete. In der That hatte das Stück großen Erfolg.
Ich führte ihn zum Abendeſſen, und der Zögling der Muſen aß wie ein Scheundreſcher. Am folgenden Tage zeigte er mir an, daß die Gräfin von Limore mich zum Abendeſſen erwarte.
Ich fand dieſe noch ſchöne Dame in Geſellſchaft Herrn von St. Albins, Erzbiſchofs von Cambrai, ihres ältlichen Liebhabers, der das ganze Einkommen ſeines Erzbisthums für ſie verausgabte. Dieſer würdige Kirchenfürſt war einer der natürlichen Söhne des Herzogs von Orleans, des be⸗ rühmten Regenten von Frankreich, und einer Komödiantin. Er ſpeiſte mit uns, machte aber den Mund nur zum Eſſen auf, und ſeine Geliebte ſprach nur von ihrem Sohne, deſ⸗ ſen Geiſt und Talent ſie in die Wolken erhob, während in
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