weil ich ihn nicht beläſtige.
Und Sie lieben ihn?
Wie ſollte ich ihn nicht lieben! Er iſt höflich über alle Begriffe, gut, ſanft, ſchön, auf Alles eingehend und zärt⸗ lich; er hat alle Eigenſchaften, um das Herz einer Frau zu erobern. Er hört nicht auf, mich zu fragen, ob ich mit meinen Meubeln, meiner Garderobe, meinen Leuten, meinem Garten zufrieden bin, ob ich eine Veränderung wünſche, Ich umarme ihn, danke ihm und ſage, Alles ſei ganz vor⸗ trefflich, und ich fühle mich glücklich, ihn zufrieden zu ſehn.
Spricht er mit Ihnen von dem Sprößlinge, mit dem Sie ihn beſchenken werden?
Er ſagt oft, in meinem Zuſtande müſſe ich vor Allem auf meine Geſundheit Bedacht nehmen. Ich ſchmeichle mir, daß er meinen Sohn als Prinzen von Geblüt anerkennen und⸗ da die Königin todt iſt, muß er es ehrlicher Weiſe thun.
Zweifeln Sie nicht daran.
Ach, wie theuer wird mir mein Sohn ſein! Wie glücklich macht mich die Gewißheit, daß es kein Mädchen ſein wird! Aber ich ſage Niemand etwas davon. Wenn ich mit dem Könige von dem Horoscop zu ſprechen wagte, ſo bin ich überzeugt, daß er Sie würde kennen lernen wol⸗ len; aber ich fürchte die Verläumdung.
Auch ich, theure Freundin; ſprechen Sie auch ferner. nicht davon, und möge nichts ein Glück ſtören, das ſich nur ſteigern kann, und das Ihnen verſchafft zu haben ich
mich glüͤcklich ſchätze.
Wir trennten uns unter Thränen. Sie ging zuerſt
weg, nachdem ſie mich umarmt und ihren beſten Freund genannt. Ich blieb allein bei Madame Varnier, um mich etwas zu erholen, und ſagte zu derſelben, anſtatt ihr das Horoscop zu ſtellen, hätte ich ſie heirathen ſollen.
Sie würde glücklicher geworden ſein. Sie haben viel⸗ leicht weder ihre Schüchternheit noch ihren Mangel an Ehr⸗
geiz vorhergeſehn.
Ich kann Ihnen verſichern, Madame, daß ich weder 10*
Zweifel falſche, Idee gemacht, daß der König mich nur liebt,


