Teil eines Werkes 
12. Bd. (1850)
Entstehung
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Außerordentlich. Sie wiſſen alſo, daß er ſchielt?

Ich weiß auch, daß er in der verliebten Kriſis aufhört zu ſchielen.

Ich habe darauf nicht Acht gegeben. Er hat mich ebenfalls verlaſſen wegen eines Fehltritts, den ich mit einem Araber begangen.

Derſelbe war Ihnen durch den Genius des Mercur, einen Feind Anaels, zugeſchickt.

So muß es wohl ſein, und ich bin ſehr unglücklich geweſen.

Nein, dieſe Begegnung hat Sie zur Umwandlung ge⸗ eignet gemacht.

Wir gingen nach unſerm Wagen, als ſich plötzlich St. Germain unſern Blicken zeigte; als er uns aber be⸗ merkte, kehrte er um und verlor ſich in einer andern Allee. Haben Sie ihn geſehen? fragte ich. Er arbeitet gegen uns, aber unſre Genien haben ihn in Schrecken geſetzt.

Ich bin ſtarr vor Erſtaunen. Morgen früh werde ich nach Verſailles gehen, um dem Herzoge von Choiſeul dieſe Nachricht zu hinterbringen. Ich bin neugierig, was er ſa⸗ gen wird. 4

Als wir nach Paris zurückkamen, verließ ich dieſe Dame und begab mich zu meinem Bruder, der an der Porte Saint⸗Denis wohnte. Er empfing mich mit Freudengeſchrei wie nicht minder ſeine Frau, welche ich ſehr hübſch, aber ſehr unglücklich fand, denn der Himmel hatte ihrem Gatten nicht die Fähigkeit verliehn, ihr zu beweiſen, daß er Mann ſei, und ſie hatte das Unglück, in ihn verliebt zu ſein. Ich

ſage das Unglück, weil ihre Liebe ſie treu machte; da ihr

Mann ſie ſehr gut behandelte und ihr völlige Freiheit ließ, ſo hätte ſie ſonſt leicht Abhülfe gegen ihr Unglück finden können. Sie wurde von Kummer verzehrt, weil ſie die Impotenz meines Bruders nicht errieth und glaubte, er be⸗ raube ſie nur deshalb des Gegenſtandes ihrer Begierden, weil ſeine Liebe der ihrigen nicht entſpreche; ſie war übri⸗ gens zu entſchuldigen, weil ihr Mann ein Herkules zu ſein ſchien, und es auch war, nur nicht da, wo ſie es wünſchte. Der Kummer zog ihr eine Auszehrung zu, an welcher ſie