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daß keine Stadt der Welt ihr den Rang als Stadt par excellence ſtreitig machen kann, begab ich mich um zehn Uhr Morgens zu meiner theuren Urfé, die mich mit offnen Armen empfing. Sie ſagte, der junge Aranda befinde ſich wohl, und wenn ich es wünſche, ſolle er am folgenden Tage mit uns ſpeiſen. Ich erwiderte, das werde mir angenehm ſein und verſicherte ihr ſodann, die Operation ihrer Mann⸗ werdung ſolle erfolgen, ſobald Querillint, einer der drei Häupter der Roſenkreuzer, aus dem Gefängniſſe der Liſſa⸗ boner Inquiſition befreit ſein werde. Zu dieſem Zwecke, fuhr ich fort, muß ich im Laufe des nächſten Monats nach Augsburg gehn, wo ich unter dem Vorwande mich eines Auftrags der Regierung zu entledigen, mit dem Grafen von Storman Konferenzen zur Befreiung des Adepten haben werde. Dazu, Madame, brauche ich einen Kreditbrief, Uhren
und ſchöne Doſen, um Geſchenke zur rechten Zeit machen
zu können, denn wir müſſen Profane verführen.
Ich übernehme das Alles recht gern, theurer Freund, aber Sie brauchen ſich nicht zu übereilen, denn der Kongreß tritt erſt im September zuſammen.
Er wird nie ſtattfinden, Madame; aber die Miniſter der kriegführenden Mächte werden nichts deſtoweniger zu⸗ ſammentreten. Wenn gegen meine Erwartung der Kongreß ahgehalten würde, wäre ich genöthigt, nach Liſſabon zu reiſen. In jedem Falle verſpreche ich Ihnen, daß wir uns dieſen Winter wiederſehen werden. Die vierzehn Tage, welche ich hier zubringen muß, ſind nothwendig, um eine Kabale des Grafen St. Germain zu zerſtören.
Saint Germain! er wagt nicht nach Paris zurückzu⸗ kommen.
Ich bin im Gegentheile ſicher, daß er hier iſt, ſich aber verborgen hält. Der Staatsbote, der ihm befahl, London zu verlaſſen, hat ihn überzeugt, daß das engliſche Miniſterium ſich durch das vom Grafen von Affri an die Generalſtaaten geſtellte Anſuchen wegen Auslieferung ſeiner Perſon nicht hat täuſchen laſſen.
Dieſe ganze Erzählung gründete ſich auf Wahrſchein⸗ lichkeiten, und man wird ſehen, daß ich richtig gerathen hatte.
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