Teil eines Werkes 
12. Bd. (1850)
Entstehung
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merkte. Ein dankbarer Blick ſagte mir, daß das Geſchenk willkommen war.

Da ich nach Paris gehen mußte, ſo gab ich Deſer⸗ moiſes ſo viel Geld als nöthig war, um mich mit Le Duc in Straßburg zu erwarten.

Ich glaubte wohl zu thun, daß ich nur Coſta mit⸗ nahm; ich war von meinem ſchlechten Genius berathen.

Ich nahm den Weg durch das Bourbonnois, langte in Paris am dritten Tage an und ſtieg in der Straße und im Gaſthofe des heiligen Geiſtes ab.

Ehe ich mich zu Bett legte, ſchrieb ich Frau von Urfé ein Billet und ſchickte es ihr durch Coſta. Ich verſprach ihr, am folgenden Tage bei ihr zu ſpeiſen. Coſta war ein ziemlich hübſcher Junge, und da er ſchlecht franzöſiſch ſprach und etwas dumm war, ſo war ich ſicher, daß Frau von Urfé ihn für ein außerordentliches Weſen halten würde. Sie antwortete, daß ſie mich mit der lebhafteſten Ungeduld erwarte.

Sage mir Coſta, wie die Dame Dich aufgenommen und mein Billet geleſen hat.

Herr, ſie hat mich durch einen Spiegel angeſehn und dabei Worte geſprochen, die ich nicht verſtehe; nachdem ſie ſodann dreimal das Zimmer durchſchritten und Räucherwerk angezündet, iſt ſie mit majeſtätiſcher Miene auf mich zuge⸗ kommen und hat mich aufmerkſam angeſehn; ſodann hat ſie mich mit liebenswürdigem Lächeln gebeten, ihre Antwort im

Eingangszimmer abzuwarten.

Neunundachtzigſtes Kapitel.

Mein Aukenthalt in Paris und meine Abreiſe nach Straßburg, mo ich die Renaud kinde. Mein Unglück in München und mein trauriger Aukenthalt in Augsburg.

Erfriſcht durch das angenehme Gefühl, in Paris zu ſein, dieſer ſo unvollkommenen aber ſo anziehenden Stadt,

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