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reich zu werden, wie mein göttliches Orakel ihr vorherge⸗ ſagt. In Grenoble, ſagte ſie, ſpricht man nur von Ihnen,
ſelbſt und ging, ganz mit Spitzen bedeckt, wie ihr Kind, welches ſie in einer Art Korb trug, ins Gehölz von Boulogne. An einem einſamen Orte, der jedoch bald bekannt wurde, ſetzte ſie ſich ins Gras und gab dort dem königlichen Sprößling die Bruſt. Madame wunrde neugierig ſie zu ſehn und begab ſich eines Tages mit mir, ohne mir etwas zu ſagen, in die Manufaktur von Sè⸗ vres. Nachdem ſie einige Taſſen gekauft, ſagte ſie zu mir; Ich will ins Gehölz von Boulogne ſpatzierengehn und befahl an dem Orte zu halten, wo ſie auszuſteigen gedachte. Sie war ſehr wohl unterrichtet, und als ſie ſich dem Platze näherte, verbarg ſie ſich hinter ihrer Friſur und hielt ihr Tuch an dem untern Theil des Geſichts. Wir gingen erſt einige Zeit in einem Fuß⸗ pfade auf und ab, von wo wir die Dame, welche ihr Kind ſtillte, ſehen konnten. Ihr Haar ſo ſchwarz wie Schmelz, war zurückgeſchlagen und von einem mit einigen Diamanten gezierten Kamme gehalten. Sie faßte uns ſcharf ins Auge. Madame grüßte ſie, und indem Sie mich mit dem Ellenbogen anſtieß, ſagte ſie mir:„Sprechen Sie mit ihr.“ Ich näherte mich ihr mit den Worten:„Welch ſchönes Kind!“„Ja, ſagte ſie,“ ich darfs geſtehn, obwohl ich nur ſeine Mutter bin. Madame, die mich unter dem Arme hielt, zitterte, und auch ich gerieth außer Faſſung, Fräulein Romans ſagte zu mir:„Sind Sie aus der Gegend?“—„Ja Madame, erwiederte ich, ich wohne in Auteuil mit dieſer Dame hier, welche in dieſem Augenblick an heftigem Zahnweh leidet.“— Ich bedaure Sie ſehr, denn ich kenne das Uebel aus eigener Erfahrung.“— Aus Furcht, es möchte Jemand kommen, der uns kenne, blickte ich mich nach allen Seiten um. Ich ermuthigte mich zu der Frage, ob der Vater ein ſchöner Mann ſei?„Sehr ſchön, ſagte ſie zu mir, und wenn mich ihn nennen würde, würden Sie mir beſtimmen.“—„Ich habe alſo wohl die Ehre ihn zu kennen, Madame?“—„Das iſt ſehr wahrſcheinlich.“— Madame, wie ich in der Furcht einer, Begegnung ſtotterte einige Worte der, Entſchuldigung, ſie geſtört zu haben, und wir empfahlen uns. Wir blickten häufig zurück, um zu ſehen, ob uns Niemand folge und erreichten den Wagen, vhne wahrgenommen zu ſein.„Man nnßß geſtehn, Mutter und Sohn ſind ſchöne Geſchöpfe, ohne den Vater zu vergeſſen, ſagte Madame: das Kind hat ſeine Augen. Wenn der König ge⸗ kommen wäre, während wir da waren, glauben Sie, daß er uns


