Teil eines Werkes 
12. Bd. (1850)
Entstehung
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Serviette gedeckten Tiſch, vier gute Stühle und ein Koh⸗ lenbecken mit brennenden Kohlen, denn man ſtirbt vor Kälte in dieſem Zimmer. Ich werde nur zuweilen Morgens kom⸗ men und gegen Mittag wieder weggehn.

Wenn es ſo iſt, ſo kommen Sie um drei, und Sie ſollen Alles nach Wunſch finden.

Hier ſind die drei Thaler für die Miethe und ich werde um drei Uhr zurückkommen. Wenn ich Alles in Ordnung finde, ſollen Sie zufrieden ſein.

Ich gehe weg und begebe mich augenblicklich zum Beichtvater. Es war ein franzöſiſcher Mönch in den Sech⸗ zigern von edlem und wohlwollendem Aeußern, welches Vertrauen und Wohlwollen einflößte.

Ehrwürdiger Vater, ſage ich zu ihm, ich habe beim Abbé Momolo scopatore santissimo, ein junges Mäd⸗ chen Namens Maria kennen gelernt, deſſen Beichtvater Sie ſind. Ich habe mich in ſie verliebt und Gelegenheit gefun⸗ den, ihr Gold anzubieten um ſie zu verführen. Sie hat mir geantwortet, anſtatt ihr zu einer Sünde zu rathen, ſollte ich mich lieber bemühn Gnadenſcheine für ſte zu er⸗ langen, damit ſte einen ehrenhaften jungen Mann, der ſich um ſie bewerbe und der ſie glücklich machen werde, heira⸗ then könne. Dieſe Zurechtweiſung hat mich geärgert, aber nicht von meiner Leidenſchaft geheilt. Ich habe alſo ein zweitesmal mit ihr geſprochen und ihr geſagt, ich wolle ihr die zweihundert römiſchen Thaler für nichts ſchenken, und ich würde ſie ihrer Mutter bringen.Dadurch, ent⸗ gegnete ſie, werden Sie mich unglücklich machen, denn meine Mutter würde glauben, dieß Geld ſei der Lohn für ein Verbrechen; und ſie würde es nicht annehmen. Wenn Sie dieſe edle Abſicht haben, ſo haben ſie die Güte, das, Geld meinem Beichtvater zu bringen, und mich ihm zur Verhei⸗ rathung zu empfehlen. Hier, ehrwürdiger Vater, iſt nun die Summe, welche ich dieſem ehrſamen Mädchen beſtimmt habe. Haben Sie die Güte, dieſelbe anzunehmen, denn ich will nichts weiter mit der Sache zu thun haben. Ueber⸗ morgen reiſe ich nach Neapel und bei meiner Rückkehr hoffe ich ſie verheirathet zu finden.