langſam ging, ſo trat eine Frau aus einem Hauſe und fragte höflich, ob ich Jemand ſuche.
Ich ſuche ein zu vermiethendes Zimmer.
Hier giebt es keine, mein Herr, aber auf dem Platze finden Sie hundert.
Ich weiß es, aber ich möchte hier eins haben, nicht um zu ſparen, ſondern um ſicher zu ſein, daß ich Morgens hier mit einer mir theuern Perſon eine Stunde ungeſtört zubringen kann. Ich werde zahlen, was man fordert.
Ich verſtehe Sie und würde ihnen dienen, wenn ich zwei Zimmer hätte; aber die Nachbarin im Erdgeſchoſſe hat zwei, und ich will mit ihr ſprechen, wenn Sie einen Augenblick warten wollen.
Sie werden mir einen großen Gefallen thun.
Haben Sie die Güte einzutreten.—
Ich trete in ein elendes Loch, wo Alles auf Elend hin⸗ deutete, und ich erblicke hier zwei Kinder, welche ihre Lek⸗ tion ſchrieben. Wenige Minuten darauf kömmt die gute Frau und bittet mich ihr zu folgen. Ich ziehe mehrere Geldſtücke aus der Taſche und lege dieſelben auf den ein⸗ zigen Tiſch, der ſich in dieſem elenden Gemache befand. Ich mußte dem armen Weibe ſehr großmüthig erſcheinen, denn ſie küßte mir mit dem Ausdrucke des Glücks und der Dankbarkeit die Hand. Es iſt ſo ſüß, Gutes zu thun, daß jetzt, wo ich nichts mehr habe, die Erinnerung an die Glücklichen, welche ich, oft mit wenigen Koſten, gemacht, ſo ziemlich die einzige Wolluſt iſt, welche ich noch ſchmecke.
Ich gehe in ein benachbartes Haus, wo eine Frau mich in einem leeren Zimmer empfängt und zu mir ſagt, ſie wollte min wohlfeil vermiethen, wenn ich ein Vierteljahr vorausbezahle und die Meubeln, die ich brauche, ſelber beſorge.
Und was fordern Sie für das Vierteljahr?
Drei römiſche Thaler.
Laſſen Sie das Zimmer bis heute Nachmittag um drei Uhr meubliren, und ich gebe Ihnen zwölf Thaler.
Zwölf Thaler! Und welche Meubeln verlangen Sie?!
Ein reinliches Bett, einen kleinen mit einer weißen
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