Teil eines Werkes 
11. Bd. (1850)
Entstehung
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vier Tagen zufriedengeſtellt werden und ihren Favoritpas während der ganzen Dauer des Karnavals tanzen ſolle. Ich ſah die Corticelli, welche ſagte, ſie habe ſchon ein Bett, und welche mich zum Abendeſſen einlud. Ich nahm die Einla⸗ dung an und ging nach dem Theater zu ihr.

Da ihre Mutter überzeugt war, daß ich bezahlen würde, hatte ſie bei einem Traiteur ein vortreffliches Abendeſſen für vier Perſonen und mehrere Flaſchen des beſten Floren⸗ tiners beſtellt. Außerdem ſetzte ſie mir einen oleatico ge⸗ nannten Wein vor, den ich vortrefflich fand, und von dem ich reichlich trank. Meine drei Tiſchgenoſſen, die an gutes Eſſen und Wein nicht gewohnt waren, betranken ſich und aßen wie die Scheundreſcher. Die Mutter und der Sohn gingen ohne Umſtände zu Bett, und die kleine Ausgelaſſene forderte mich auf, ihrem Beiſpiele zu folgen. Ich hatte große Luſt dazu, aber ich wagte es nicht. Es war ſehr kalt, und im Zimmer war kein Feuer; da ſie nur eine Decke hatte, ſo fürchtete ich mich zu erkälten, und ich war zu ſehr für meine Geſundheit beſorgt, um mich einer ſolchen Gefahr auszuſetzen. Ich begnügte mich, ſie auf den Schooß zu neh⸗ men und nach einigen Vorſpielen überließ ſie ſich meinen Entzückungen. Sie ſuchte mir einzureden, daß ſie mir ihre Erſtlinge gebe und ich that ſo, als ob ich es glaube, da ich auf die Wirklichkeit wenig Werth legte.

Nachdem ich die Doſis drei⸗ oder viermal erneuert, verließ ich ſie; ich ſchenkte ihr funfzig Zechinen, um eine gute wattirte Steppdecke zu kaufen, und eine große Kohlen⸗ pfanne anzuſchaffen, weil ich die folgende Nacht bei ihr 1 ſchlafen wollte. 4

Am folgenden Tage erhielt ich aus Grenoble einen Brief, der meine höchſte Theilnahme erregte. Herr von Va⸗ lenglard meldete mir, daß die ſchöne Roman überzeugt, daß mein Horoscop ſich nicht verwirklichen könne, wenn ſie nicht die Reiſe nach Paris mache, mit ihrer Tante abgereiſt ſei.

Sonderbare Combination des Schickſals dieſer reizen⸗ den Perſon mit der Neigung, welche ihre Schönheit mir eingeflößt und meiner Abneigung gegen das Heirathen; denn es hätte nur von mir abgehangen, das ſchönſte Weib Frank⸗

A Nerr..