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dieſe Mundart iſt nicht ohne Reiz, aber er ſprach auch gut italiäniſch und zeigte in Allem, was er ſagte, Geſchmack, Verſtand und Geiſt, was mir ſehr gefiel. Er beſaß Bildung, obwohl er in Neapel erzogen war und ein ſehr feines Be⸗ nehmen. Seine Mutter ſetzte mich bei Tiſche zwiſchen ſich und ihn. Seine Lieblingsleidenſchaft, ſagte ſie, iſt die Muſik. Sie werden ihn Klavier ſpielen hören, theurer Freund, und obwohl ich acht Jahre älter als er bin, ſo werden Sie doch ſagen müſſen, daß er mehr als ich weiß.
So zog ſie ſich mit der Natürlichkeit und Feinheit, welche nur den Frauen eigenthümlich ſind, und welche wir nur annähernd erreichen, aus der Verlegenheit.
Mochte es nun Natur, Voreingenommenheit, Eigen⸗ liebe oder was ſonſt ſein, ich ſtand ſo bezaubert von mei⸗ nem Sohne vom Tiſche auf, daß ich ihn wiederholentlich und ſo gerührt umarmte, daß die ganze Geſellſchaft Beifall klatſchte. Für den folgenden Tag lud ich die ganze Ge⸗ ſellſchaft zum Mittagseſſen bei mir ein, und meine Ein⸗ ladung wurde mit Freuden angenommen; aber die Corti⸗ celli fragte mit ſehr naivem Tone: Auch ich?
Gewiß, auch Sie.
Der Abbé Gama ſagte nach Tiſche, ich möge mich entſcheiden, ob ich bei ihm frühſtücken, oder ihm ein Früh⸗ ſtück geben wolle, weil er vor Luſt vergehe, zwei Stunden mit mir allein zu plaudern. Ich werde Sie bei mir em⸗ pfangen, Herr Abbé, ſagte ich, und zwar mit großem Ver⸗ gnügen.
Als ſich alle Gäſte entfernt hatten, fragte mich Don Ceſarino, ſo hieß der angebliche Bruder Thereſens, ob ich ihn auf die Promenade führen wolle. Ihn umarmend, er⸗ wiederte ich, mein Wagen ſtehe zu ſeinem Befehl; er könne in demſelben mit ſeinem Schwager fpatzierenfahren, weil ich mich an dieſem Tage nicht von ſeiner Schweſter trennen wolle. Paleſi war mit dieſer Antwort ſehr zufrieden, und ſie entfernten ſich.
Sobald wir allein waren, umarmte ich Thereſen auf's Feurigſte und machte ihr ein Kompliment über ihren hüb⸗ ſchen Bruder.


