Teil eines Werkes 
11. Bd. (1850)
Entstehung
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Schritts eintreten, einen wahren Tartüfe, welcher nur Thereſen ſuchte, und nachdem er ſte bemerkt, auf ſie zu⸗ ſchritt, nach portugieſiſcher Mode ein Knie vor ihr beugte und ihr mit Ehrfurcht und Achtung die Hand küßte. The⸗ reſe ließ ihn graciöſe lächelnd neben ſich ſitzen. Seine Stimme, ſein Weſen, Alles an ihm verkündete mir einen Bekannten, und in der That erkannte ich bald den Abbé Gama, welchen ich vor ſtebenzehn Jahren in Rom beim Kardinal Acquaviva gelaſſen hatte; ich that indeß ſo, als könne ich mich nicht auf ihn beſinnen. Das wurde mir ſehr leicht, denn er hatte ſehr gealtert. Der galante Abbé hatte nur Augen für Thereſen, und da er ausſchließlich beſchäftigt war, ihr Süßigkeiten zu ſagen, ſo hatte er noch Niemand von der Geſellſchaft mit ſeiner Aufmerkſamkeit beehrt. Da ich hoffte, daß auch er mich nicht erkennen oder nach mei⸗ nem Beiſpiele ſo thun würde, als ob er mich nicht erkenne, ſo fuhr ich fort mit der Corticelli von unbedeutenden Sachen zu ſprechen, als Thereſe zu mir ſagte, der Abbé wünſche zu wiſſen, ob ich mich nicht auf ihn beſinne. Ich firire ihn, und ſo thuend, wie Jemand, der ſich beſinnt, ſtehe ich auf und frage ihn, ob ich nicht die Ehre habe, den Abbé Gama wiederzuſehn.

Ihn ſelbſt, ſagte er aufſtehend und mich beim Halſe nehmend, um mich wiederholentlich zu umarmen. Das paßte zu ſeinem Charakter als feiner Politiker, und der Leſer wird nicht vergeſſen, welches Portrait ich früher von ihm entworfen habe.

Man wird ſich leicht denken können, daß, nachdem ſo das Eis gebrochen war, wir ſobald kein Ende finden konnten, Er ſprach von Barbaruccia, von der ſchönen Marquiſe G., vom Kardinal S. C., und erzählte mir, wie er aus dem Dienſte Spaniens in den Portugals übergegangen ſei, in dem er ſich noch befinde. Es war mir lieb, daß er mich an eine Menge Umſtände erinnerte, welche in meiner erſten Jugend ein ſo großes Intereſſe für mich gehabt hatten, als eine unerwartete und ganz unvorhergeſehene Erſcheinung alle Fähigkeiten meines Geiſtes abſorbirte. Ein junger Mann

von fuͤnfzehn bis ſechszehn Jahren, ſo ausgebildet, wie es

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