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„ 3 kannſt, wiederzugeben. Mein Mann hat über nichts zu ge⸗ bieten, und Alles, was ich beſitze, gehört mir. In Neapel habe ich fünſzigtauſend Ducati di regno, und ich beſitze eine gleiche Summe in Diamanten. Sage mir, was Du brauchſt, ſchnell, denn die Chocolade wird ſogleich kommen.
So war Thereſe. Tief gerührt ſtürzte ich mich an ihren Hals, bevor ich ihr antwortete, als die Chocolade er⸗ ſchien. Ihr Mann trat ein, gefolgt von einem Mädchen, welches eine vollendete Schönheit war; ſie brachte auf einem ſilbernen und vergoldeten Teller drei Taſſen Chocolade. Während wir die Chocolade tranken, unterhielt uns Paleſt, indem er uns auf eine geiſtreiche Weiſe erzählte, wie er⸗ ſtaunt er geweſen, als er geſehn, daß der Mann, der ihn genöthigt, ſo früh ſein Bett zu verlaſſen, derſelbe ſei, der ihn am vorigen Tage gefragt, wie ſeine Frau heiße. Thereſe und ich lachten, daß wir uns die Seiten halten mußten, denn ſeine Erzählung war eine Miſchung von Geiſt und Gutmüthigkeit. Der Römer mißfiel mir weniger, als er mir in ſeiner Eigenſchaft als Gatte hätte mißfallen müſſen, denn er ſchien mir nur der Form wegen eiferſüchtig zu ſein.
Mein theurer Freund, ſagte Thereſe, um zehn Uhr habe ich hier eine Generalprobe aller Arien der neuen Oper. Du kannſt hier bleiben, wenn Du willſt. Du wirſt mir ein großes Vergnügen erweiſen, wenn Du erlaubſt, daß alle Tage für Dich gedeckt wird, und Du wirſt mich ſehr verbinden, wenn Du mein Haus als das Deinige betrach⸗ teſt. Für heute werde ich Dich erſt nach dem Abendeſſen verlaſſen, und Dich ſodann meinem Manne übergeben. Bei dieſen Worten umarmte mich Paleſi mit wirklicher Rührung, wie um mir zu danken, daß ich ſeine Rechte als Mann nicht beeinträchtigen zu wollen ſcheine.
Dieſer junge Mann war kaum zweiundzwanzig Jahre alt; er war blond, gut gewachſen und zu huͤbſch für einen Mann. Thereſe war zu entſchuldigen, daß ſie ſich in ihn verliebt, und ich verdachte es ihr nicht, denn ich kannte die Macht eines ſchönen Geſichts nur zu gut; aber ſie ſchien mir nicht recht daran gethan zu haben, daß ſie ihn zu ihrem Manne gemacht, denn ein Mann, wie er auch ſein mag,
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